METAPSYCHIATRIE  II


Bildung von fremden, zweitrangigen Wirklichkeiten

                                                                                                                                                 „Die Realität ist nichts für mich!“ (Ein Patient)
Einführung

  Es geht in diesem Kapitel um die allgemeine Wirkung der Es auf verschiedene Wirklichkeiten, auf Personen und das Ich (WPI).
Die Leser werden feststellen, dass die Wirkungen der Es denen der Inversionen ähnlich sind, weil die Es ebenfalls invertieren (man könnte deshalb von sekundären Inversionen sprechen). Insofern scheinen sich manche Ausführungen kaum zu unterscheiden und ich habe mehrfach erwogen, bezüglich der Es-Wirkungen auf die Inversionswirkungen zu verweisen. Ich habe mich aber trotz der damit verbundenen teilweisen Wiederholungen dagegen entschieden, denn es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen den Wirkungen beider: Während bei den Inversionen, vor allem durch die Bildung positiver Hyper-Formen, subjektive Vorteile für die Person bzw. WPI im Vordergrund stehen, ist dies bei in den Es-Wirkungen umgekehrt: Diese wirken nur anfangs „positiv“, langfristig jedoch vor allem negativ und zerstörerisch. (Deshalb habe ich in der Übersichtstabelle bei den Es-Wirkungen deren negative Wirkungen zuerst in der obersten Zeile aufgeführt - im Gegensatz zu Inversionswirkungen, wo ich diese jeweils in der untersten, dritten Zeile genannt habe).
Die Es erzeugen zweitrangige Wirklichkeiten (W²), die an die Stelle der erstrangigen Wirklichkeit (W¹) treten - d.h. mit einem Verlust dieser erstrangigen Wirklichkeit verbunden sind. Das heißt, dass relative Wirklichkeiten nun „erstrangig" und erstrangige Wirklichkeit nun nichtig (oder nachrangig) werden. Erstrangige Wirklichkeit wird aber durch zweitrangige Wirklichkeiten nur dort verdrängt, wo entsprechende Es herrschen. Da die erstrangige Wirklichkeit letztlich stärker als die zweitrangigen Wirklichkeiten ist, geht die erstrangige Wirklichkeit nie ganz verloren, sodass immer erst- und zweitrangige Wirklichkeitsbereiche nebeneinander bestehen. Die zweitrangigen Wirklichkeiten werden von einem, mehreren oder vielen Es beherrscht, die ihnen ihren Charakter aufoktroyieren. Dabei erzeugt ein Es W² in seinem gesamten Herrschaftsbereich, das heißt über alle Aspekte hinweg mit dem Hauptakzent, den es selber repräsentiert.[1]
(Wir sehen später, wie diese einzelnen Es und ihre Herrschaftsbereiche entweder miteinander Pakte bilden oder sich verfeinden oder sich gegenseitig liquidieren).
Während bei den Inversionen die Vorteile für P im Vordergrund standen, sind die Es-Wirkungen für WPI insgesamt nachteilig.

In diesem Kapitel soll die Bildung zweitrangiger Wirklichkeiten im Allgemeinen besprochen werden.
Spezifika personaler Veränderungen im nächsten Kapitel.

Man kann unterscheiden:
Störungen der Dimensionen,
Störungen der Differenzierungen (Sein, Leben, Qualitäten und Kontexte und Störung weiterer Aspekte
v.a. der Einheiten WPI).

   

Diese Grafik soll Folgendes deutlich machen:
1. Wie das Es mit seinen verschiedenen Teilen in eine erstrangige Wirklichkeit eindringt.
2.  Die entstehende zweitrangige Wirklichkeit (mit den hier angegebenen drei Einheiten: Welt, Personen, Ich) wird von den Es-Teilen beherrscht und kommt dadurch überwiegend in eine unterdrückte, relativierte oder negierte Position (durch die graue Farbe gekennzeichnet). Sie werden im Sinne der jeweiligen Es verändert - sie werden `es-hafter´.
Andererseits kann WPI manchmal von Pro-FA- bzw. Hyperformen des Es partizipieren, weil es diese ja auch inkorporiert hat (oben links).
3. Durch die kursiv geschriebenen Es-Teile soll angedeutet werden, dass auch das Es sich verändert, d.h. sich an die nf Wirklichkeit anpasst.
4. Durch die gestrichelten Außengrenzen soll der Verlust an Erstrangigkeit symbolisiert werden.
5. Die inneren Spaltungen des Es und dann auch von WPI sind durch die durchgezogenen Linien gekennzeichnet.












So wie das Es ist, wirkt es. Es ist total pro oder total kontra oder total 0 und bewirkt, dass WPI zu pro, zu  kontra und zu 0 wird. Deshalb kann man von einem „Gesetz der Entstehung von zu Gegensätzlichem, zu Gleichem und zu Negiertem “ in den zweitrangigen Wirklichkeiten sprechen.

Das Es bestimmt also die jeweilige Wirklichkeit, drückt ihr seinen Stempel auf und macht die Wirklichkeit ihm dadurch ähnlich - allerdings mit dem Unterschied, dass dieses Geschehen zu Lasten der betroffenen Einheit geht, weil dieser Prozess mit einem Verlust erstrangiger Wirklichkeit verbunden ist, auch wenn v.a. zu Beginn das Es das Unterdrückte mit einem scheinbar größeren Gewinn ködert.|
Verschiedene Es bestimmen ganze Gruppen oder Gesellschaften oder Generationen in Form des jeweils herrschenden Zeitgeists.

Folgende Bereiche dieser W² kann man unterscheiden:
1. Das Es (als beherrschendes, dominierendes Zentrum)
2. Der vom Es dominierte Bereich, der sich weiter untergliedern lässt in:
                        Pro-Bereich (mit Co-Formen, Hyperformen
, Partizipanten, Funktionäre, Mitläufer, Mittäter)
                        Kontra- oder Störungs-Bereich
                        0-Bereich, negierter oder geopferter Bereich.
Die einzelnen Bereiche überlappen sich.
 
[Die Grundmöglichkeiten einer Abweichung vom Optimalen spiegeln wohl eine ähnliche Einteilung wider:
zu viel (= pro-Formen bzw. Hyperformen), falsch (= Gegenformen) und 0 (nichts). Übrigens denke ich, dass die später besprochenen seelischen Störungen auch ähnliche Muster haben.]


Vom zeitlichen Ablauf her stellt es sich so dar: Zu Beginn herrscht eine Pro-Dynamik  vor: Das Es bildet in WPI zunächst einen Pro Bereich (+ Hyperformen) - allerdings auf Kosten von erstrangiger Wirklichkeit. Deren Verlust führt dazu, dass die Bildung der + Hyperformen schließlich so teuer wird, dass das System² ins Gegenteil (kontra oder 0 Formen) umkippt.
Allgemein formuliert: Gegensatzpaare* existieren auf Kosten erstrangiger Wirklichkeit. Wird ein Pol* zu teuer schlägt er in ein Gegenteil um (oder umgedreht). Das System² kann solange zwischen zwei Extremen hin- und herpendeln bis es stirbt oder eine Notlösung oder die eigententliche Lösung findet.
Beispiele siehe in ``Personale System- und Beziehungsstörungen im Verlauf´.´

Wichtig:
1. Alle Es verlangen Opfer.
2. Der Opferbereich für WPI wird im Laufe des Prozesses immer größer, weil sich Es auf Kosten von WPI am Leben / an der Macht erhält.


                                                                                                                                                  
        Die Grafik soll die Hauptwirkungen der drei Es-Teile auf WPI darstellen. Der Pro-FA-Teil erzeugt vor allem Hyper-Bereiche,
        der Kontra-FA-Teil erzeugt vor allem Umkehrung und Verfremdung, der 0-Teil vor allem Negierung - und alle drei Teile fordern Opfer.


Weil die Es in WPI immer auch Gegensätzliches bewirken, kann man von einem „Gesetz der Entstehung der Gegenteile“ in den zweitrangigen Wirklichkeiten sprechen: Es entsteht ein Pro-Teil, ein Anti-Teil und ein Null-Teil, die sich gegensätzlich gegenüberstehen.
Das Es als neues fremdes Bestimmendes existiert in verschiedenen Bereichen und wirkt in/ auf verschiedene Bereiche. Es kann in einer Person existieren und vor allem in dieser Person zur Wirkung kommen, es kann aber auch von dieser Person aus auf andere Personen oder auf nichtpersonale Bereiche wirken und von diesen wieder zurück auf den Betreffenden oder andere Personen wirken.
Verschiedene Es bestimmen oft ganze Gruppen oder Gesellschaften oder als Zeitgeist eine ganze Generation.

Begriffe bzgl. der zweitrangigen Wirklichkeiten (W²)

Synonyme für zweitrangige Wirklichkeiten = zweite W., nachrangige W., 2. Welten.[2]
                Symbole: W²/ 2.W/ W´´
                Bereich: W² umfasst WPI² = [Welt, Personen, Ich und nichtpersonale Wirklichkeiten]²
Nichtpersonale Wirklichkeiten sind etwa verschiedenste Medien, virtuelle Welten usw.[3]
(Unterscheide: Sekundäres¹ = Relatives¹ von dem hier zu besprechenden Zweit- bzw. Nachrangigen.
Zweitrangig hat hier also nicht die Bedeutung von erstrangigem Relativem).
   

bersicht der Phasen

Die verschiedenen Phasen der Bildung der zweiten Wirklichkeiten kann man wie folgt einteilen:
Bisher: 1. Phase: Inversion und Bildung des Es
                a) Inversion/ Umkehr von AR
                b) Bildung des Es
Jetzt:
2. Phase: Es bildet WPI²
                a) Phase: Machtgewinn, Paktbildung, Kampf gegen WPI¹.
                b) Phase: Zwischenphase (relative Stabilität))
Später:
3. Phase:
                a) Spaltungen, zunehmende Feindschaften und Krise
                b) Zusammenbruch, Kollaps, Tod /
4. „Wiederauferstehung“ und Sieg von W¹.

Übersicht der Einzelschritte der 2. Phase in der W²-Bildung

Einzelschritte:[4]
1. Einbruch, Eindringen des Es in W.
2. Besetzung und Beherrschung des A-Bereichs.
3. Verführung, Beteiligung am Es (Ersatzgewinn Partizipanten).
4. Negierung von A¹ (Verluste Opfer).
5. Umkehrungen und Störungen:
                a) Anpassung des Es an W und
                b) W an Es (durch Umprogrammieren von W im Sinne von Es).
6. Expansion.
7. Komplexbildungen, Aufrechterhaltung der Macht (relative Stabilität).
(Danach folgt 3. Phase, siehe später).
In der „Systematik“ bespreche ich die Einzelschritte ungefähr in dieser Reihenfolge.

Sprachanalogie: Vom Partizip Perfekt zum Adjektiv

Wie verändert das Es WP?
Zunächst wird WPI vom Es verändert (verfremdet u.a.m.), ohne schon ganz anders (fremd) - i.S. einer Eigenschaft - geworden zu sein. Es besteht zunächst noch in der Partizip-Form, die anzeigt, dass einerseits mit WPI schon etwas geschehen ist, dass aber andererseits WPI noch nicht ganz verändert ist.
Um diesen Sachverhalt adäquat darzustellen, ist für den ersten Fall die Verwendung eines Partizips (deutsch: „Mittelwort“) sinnvoll, weil das Partizip gleichsam in der Mitte zwischen Verb und Adjektiv steht. Im Fall der vollendeten Veränderung von WPI (-Anteilen) ist die Verwendung von Adjektiven sinnvoll. (s.a. Tab).
In den Geist dieser Arbeit übersetzt, kann man sagen, dass das Es zunächst WPI anfangs nur dominiert, dass aber noch keine völlige Identifikation bzw. Unterdrückung von WPI-Anteilen mit dem Es stattgefunden hat. Obwohl WPI schon vom Es dominiert wird, besteht zwischen beiden also noch ein Unterschied. Dieser besteht „objektiv“ zwar auch noch im Fall der Identifikation. Subjektiv aber (oder auch individuell-objektiv) ist der Unterschied aufgehoben, denn WPI hat an dieser Stelle einen Teil seiner Identität verloren.
Beispiel: Ich kann geängstigt, gekränkt, traumatisiert, belogen, verführt, missbraucht, überangepasst usw. werden, ohne es zu sein. Ich bin diesen Störungen zunächst nur ausgesetzt, ohne selbst gestört zu sein. D.h. sie haben zunächst nur einen potenziellen Charakter. Die Reihenfolge etwa: Ich werde gekränkt - Ich bin gekränkt - Ich bin krank - ist keine automatische, notwendige.
Der Unterschied zwischen Partizip und Adjektiv widerspiegelt m.E. die Tatsache, dass zwischen der Aktion eines „Täters“ und einer vollendeten Eigenschaft des „Opfers“ eine Schwelle besteht, die nicht automatisch übersprungen wird und die vor allem mit den Schutzmöglichkeiten des Betreffenden zu tun hat. (Dazu im Therapie-Kapitel Näheres).

Tabelle: Übersicht über alle Es-Wirkungen auf WPI

Übersicht über alle Es-Wirkungen auf WPI
(Auszug aus Übersichtstabelle )


                                               Es-Merkmale 


1. Zeile: Ʃ `absolutistisch´
2. Zeile: Ʃ `relativistisch´                               
3. Zeile Ʃ: `negativistisch´                                                                                                                                                                                                   


Vorgang:   
                        WPI wird vom Es:
                        1. Zeile = zu 0
                        2. verkehrt, kontra
                        3. zu pro
(Perfekt-Partizipien)

      Etwas / WPI ist nun...
1. Zeile = zu 0
2. verkehrt, kontra
3. zu pro
(Eigenschaften)

                        Störung von WPI
↓=Verlust → =Folge des Verlustes
~ =Verkehrtes, Fremdes, Kontra
↑ = Hyper

Absolutaspekte




Ka1 absolutistisch relativistisch
nihilistisch

La1 negiert, nicht gelöst
relativiert
~verabsolutiert

Ma1 unerlöst beziehungslos inadäquat
hyperabsolut

Na1 ↓Absolutheit Bezogenheit
Unerlöst-, Negiertsein, Inadäquatheit
↑Fehlabsolutheit

Ka2 überidentifizierend
verfremdend
uniformistisch

La2 uniformiert
entfremdet verfremdet
überidentifiziert

Ma2 uniform
fremd, gegensätzlich
überidentisch

Na2 ↓Identität Selbst u. Anderssein
Identitätslosigkeit, Uniformität
~Verfremdung, Fremd-Selbst
↑Überidentisches

Ka3 hyperrealistisch
lügnerisch
unrealistisch

La3 derealisiert
verfälscht
überrealisiert

Ma3 wesenlos
falsch, irreal
hyperreal

 Na3 ↓Wirklichkeit und Wahrheit
Unwirklichkeit Unwahrheit
~Ersatz Falsches
↑ Hyperreales

Ka4 einseitig, monistisch
spaltend, dualistisch
übergriffig invasiv

La4 chaotisiert
gespaltet
fusioniert

Ma4 chaotisch
gespalten, konträr
verschmolzen

Na4 ↓Einheit u. Vielfalt
Uneinheitlichkeit, Chaos
~ Gespaltenes
↑Fusioniertes

Ka5 deterministisch unzuverlässig
libertinistisch

La5 verunsichert
fehlprogrammiert
determiniert fixiert

Ma5 unbestimmt
f.programmiert
determiniert fixiert

 Na5 ↓Sicherheit  u. Freiheit
Unsicherheit, Unbestimmtes
↑Fixiertheit, Überdeterminiertes 

Ka6 diktatorisch radikal extremistisch
egalistisch

La6 entwurzelt, nivelliert
verrückt, extremisiert
radikalisiert

Ma6 grundlos egal
f.zentriert extrem
radikal

 Na6 ↓ Primäres u. Sekundäres
Entwurzelung Egales
↑Radikales/Extremes Letztes

Ka7 automatistisch
autokratisch tyrannisch
servil

La7 entselbstständigt
beherrscht
automatisiert

Ma7 unselbstständig
f.bestimmt heteronom
zu autonom -matisiert

 Na7 ↓Autonomie →Unselbstständigkeit Ungeborgenheit ↑FremdbestimmtseinScheinunabhängigkeit

Hauptaspekte




K I  idealistisch
materialistisch
zerstörerisch

L I zerstört
verformt
ideologisiert

MI zerstört geschädigt deformiert  f.-materialisiert

 NI ↓ Sein´
 →Nichtsein, Zerstörtsein
↑gestörtes (mfh) Sein

K II vitalistisch funktionalistisch
tödlich

L II getötet
funktionalisiert
hyperbelebt

MII getötet unlebendig
f.funktionalisiert
vitalisiert

NII ↓ Leben, Funktionieren Leblosigkeit Tod ↑Fremdleben↑„Hyperleben“, nur Funktionalität, Maschinen-Dasein

KIII  perfektionistisch
böse, fehlerhaft
negativistisch               

L III disqualifiziert
f.qualifiziert gestört
idealisiert

MIII eigenschaftslos
zu schlecht
super idealisiert

NIII ↓ Qualität Harmonie Frieden  →Eigenschaftlosigkeit
↑Ersatz-Qualitäten v.a. zu +/− oder 0

KIV subjektivistisch
instrumentalisierend
objektivistisch

L IV desubjektiviert
instrumentalisiert
f. subjektiviert

MIV zu objekthaft

zu subjekthaft

NIV ↓Subj. Objekt  Zshg
→Subjekt-, Objekt-, Zshg.-losigkeit
↑Ersatz-Subjekte/-Objekte Störg.: Aktiv und Passiv

Ka7 automatistisch
autokratisch tyrannisch
servil

La7 entselbstständigt
beherrscht
automatisiert

Ma7 unselbstständig
f.bestimmt heteronom
zu autonom -matisiert

 Na7 ↓Autonomie →Unselbstständigkeit Ungeborgenheit ↑FremdbestimmtseinScheinunabhängigkeit

Einzelaspekte




K1 totalitär reduktionistisch nihilistisch

L1 negiert
vereinzelt
totalisiert

M1 nichts, leer
vereinzelt
total

N1 ↓ Alles, Einzelnes, Nichts
Negiertsein, Vernichtetsein
↑Alles²(Totales)/ Vereinzeltes/ Nichts²

K2 spiritistisch
teuflisch
atheistisch

L2 profaniert
verteufelt
vergötzt

M2 gottlos profan säkular
höllisch
vergötzt

N2 ↓ +A¹ Gott Liebe Sinn
→Gott-,Lieb-Sinnlosigkeit
 ↑ FA Götze / Dämon, Welt*

K3 personalistisch
verdinglichend
unmenschlich

L3 entpersonalisiert
verdinglicht
hyperpersonalisiert

M 3 roboterhaft
dinghaft
zu personalisiert

N3  Personalität
→keine Personalität
↑Ersatz-Person, Homunkulus, Roboter

K4 selbstherrlich
egoistisch
devot servil

L4 entindividualisiert
vermasst
hyperindividualisiert

M 4 vereinzelt
zu individualisiert antisozial
ichhaft

N4  Ich, Individualität und Gemeinschaft
Ichverlust „Duverlust“
↑Nicht-Ich, Fremd-Ich, EGO

K5   Geist, Seele und Leib ideologisierend
-feindlich

L5 entgeistigt, entseelt
f.somatisiert
ideologisiert

M5 sinnlos geistlos

ideologisiert

N5 ↓ eigtl. Geist, Seele, Körper
→Geist-, Seelenlosigkeit, Gesundheit
↑Ersatz durch nf geistige, psychische und körperliche Anteile

K6 sexistisch

L6 kastriert
/verweiblicht, -männlicht sexualisiert versext

M6 zu neutral steril asexuell
zu maskulin weiblich
zwittrig

N6 ↓ Sex, Liebe Geschlecht
→ohne Sex ohne Liebe
↑Ersatzsex, -liebe

K7  hedonistisch
hartherzig
 bedrohend  

L7 unbefriedigt  betäubt,
geängstigt
 /berauscht gedopt

M7 freudlos beängstigend leidvoll 
/betört

N7 ↓Zustände Gefühle 
Unempfindlichkeit Leid ↑Ersatzzustände, -gefühle: Trip±

K8   willkürlich
böswillig verbohrt unwillig

L8 demotiviert fehlmotiviert überfordert hypermotiviert

M8 inhaltlos ziellos
 magisch

N8 ↓Wille Freiwilligkeit Ziel
Willenlosigkeit
Fehlstrebigkeit Fremdwille Süchtigsein

K9  habsüchtig  asketisch

L9 ausgebeutet  verwöhnt                                 übersättigt

M9 leer hohl unstillbar/ besetzt erdrückend zu schwer

N9 ↓ Besitz Leichtigkeit 
Mangel, Defekt  /

Überfülle Belastetsein

K10 machtsüchtig übermächtig schwächend

L10 geschwächt dressiert                          /fehlpotenziert

M10 unmöglich erschöpfbar /übermächtig fehlangelegt

N10 ↓ Möglichkeit, Kraft 
Ohnmacht Schwäche /
Fehlkonditioniertheit „Omnipotenz

K11 dogmatisch /unordentlich gesetzlos

L11 entordnet aufgelöst durcheinandergebracht gezwungen genötigt

M11  chaotisch durcheinander unordentlich                /zu nötig

N11 ↓ Ordnung Gesetz 
→Unordnung, Chaos 
Determiniertheit Fixiertsein

K12 moralistisch /gewissenlos, verantwortungslos

L12 desorientiert  reglementiert               
  
verführt

M12  richtungslos / verfahren abwegig /ausweglos illegitim tabuisiert /verführerisch  

N12 ↓ Orientierung  
Orientierungslosigkeit 
Hyper-, Fehlorientiertsein

K13 maßlos hemmungslos engherzig intolerant

L13 gehemmt
f.reguliert f.kontrolliert
unkontrolliert

M13  unfrei eng blockiert /übertrieben unkontrolliert

N13 ↓ Rechte Kontrolle  
Zügellosigkeit Gehemmt- Eingeengtsein
↑ Ersatz Freiheit/-Kontrolle

K14 f.schöpferisch  hyperkreativ /unschöpferisch

L14 sterilisiert
          f.erzeugt                            illusioniert

M14 steril stereotyp irreal unwirklich gespenstisch

N14 ↓ Kreativität 
Kreativitätsmangel
↑Klischee Stereotypie Gespenster

K15  grausam brutal destruktiv /hyperaktiv                                            /faul träge

L15 gelähmt inaktiviert /
f.behandelt
überaktiviert

M15 deaktiviert unerledigt unbe/ver-arbeitet  fehlbearbeitet

N15 ↓Erfolg Erlebnis 
Inaktivität    
Aktivismus Getue Mache

K16 vorurteilsvoll lügnerisch unberechenbar /gleichgültig

L16 nicht informiert
fehlinformiert belogen
verbildet

M16 unklar                                                                   zu unbewusst /zu durchsichtig verzerrt widersinnig

N16 ↓Information Gewissheit                      
Blindsein Unwissenheit
Fehlsichtigkeit Fehlinformiertheit

K17 "falsch", verschlagen doppelgesichtig doppelzüngig /unoffen unehrlich

L17 verdrängt maskiert
getäuscht

M17 unoffen okkult mystisch undurchsichtig  zwielichtig grell

N17 ↓ Ausdruck Offenheit 
Stummheit Unoffenheit 
Scheinhaftigkeit Zerrbilder, Feindbilder

K18 verachtend zynisch ehrlos devot /überheblich geltungssüchtig

L18 nicht beachtet, 
fehlbewertet verachtet
überbewertet

M18 abgewertet /zu wichtig aufgebläht mehrdeutig

N18 ↓ Bedeutung, Werte 
Bedeutungsblindheit  Bedeutungsfehlsichtigkeit  Selbstwertgestörtheit

K19 reaktionär ewig-gestrig überkonventionell

L19 infantilisiert
fehlgeprägt
konventionalisiert

M19  unverarbeitet regressiv archaisch fehleingefahren fehlvererbt anachronistisch

N19 ↓Vergangenheit  Erfahrungslosigkeit Unreife
Fehlgewohntsein Traumatisiertsein

K20 lahmarschig ungeduldig

L20 vertröstet 
getrieben

M20 langweilig verdöst lebenslänglich verschlafen zeitraubend zu spät atemberaubend kurzlebig übereilt überhastet

N20 ↓ Zeit Ruhe 
Phlegma                     
Unstetheit  Ruhelosigkeit Getrieben- Gehetztheit

K21  utopistisch /planlos ziellos

L21 unvorbereitet
fehlvorbereitet
„utopisiert"

M21 ungewiss 
enttäuscht
utopisch

N21 ↓ Perspektive  
Hoffnungslosigkeit
↑Utopie  Zukunftsängstlichkeit

K22 gnadenlos rachsüchtig inquisitorisch   ungerecht reuelos

L22 unkorrigiert
fehlkorrigiert                            
verurteilt

M22 mangelhaft unkorrigiert fehlerhaft schlecht unvergeben irreversibel

N22 ↓Korrektur Kompensation
→Korrektur-Kompensations-verlust
↑Schuld Intoleranz

K23 aggressiv sadistisch /überduldsam leidsüchtig pazifistisch

L23 ungeschützt
traumatisiert  bedroht    
gepanzert

M23 ungeschützt nackt leidvoll unerträglich unbeeinflussbar

N23 ↓Schutz Geborgenheit
→ Schutzlosigk. Vulnerabilität Abwehrschwäche
­Panzerung Krieg 0


Anmerkung: Der Pfeil in der 1. Zeile der Tabelle sollen anzeigen, dass die Es v.a. Gewinn haben (1. Zeile), WPI aber so invertieren, dass diese v.a. Verluste (1. Zeile) und kaum Gewinne haben (3. Zeile).  
Übersicht: Die einzelnen Bereiche von W²

   Wir hatten bis jetzt das Es kennengelernt als neues fremdes Beherrschendes, im Kern bestehend aus Alles² (pro/kontra) und Nichts² und SLQZ differenziert. Wir werden jetzt sehen, wie dieses Es expandiert und neue fremde Wirklichkeiten (W²) bildet.
Folgende Bereiche dieser W² werden zu unterscheiden sein:
1. Das Es (als beherrschendes, dominierendes Zentrum)
2. Der vom Es dominierte Bereich, der sich weiter untergliedern lässt in:
               Pro-Bereich (mit Co-Formen, Hyperformen, Partizipanten, Funktionäre, Mitläufer, Mittäter)
               Gegen- oder Störungs-Bereich (mit Gegnern, Gestörtem)
               0-Bereich, negierter oder geopferter Bereich.

Im Folgenden verwende ich vor allem diese Einteilung, da sie am besten die Einteilung zum Ausdruck bringt, wie sich Pro-, Kontra- und Null-Teil des Es auswirken.

zu viel
(hyper-)

fehlerhaft
(fehl-)

zu wenig
(hypo-/0)

Ganz allgemein widerspiegelt diese Einteilung die drei grundsätzliche Möglichkeiten einer Abweichung vom Optimalen, wie ich es in nebenstehender Tabelle ausgedrückt habe.
Ich glaube übrigens auch, dass die Symptome der später zu besprechenden psychischen Krankheiten sich nach dem gleichen Grundmuster einteilen lassen.

Die genannte Unterteilung ist natürlich etwas willkürlich, denn die einzelnen Bereiche überlappen sich (so sind die Partizipanten/ Mittäter auch Opfer und nicht nur Mittäter und manches Opfer auch Mittäter usw.).
Deshalb habe ich zwei mögliche Einteilungen aufgeführt.
Man könnte natürlich auch noch anders einteilen etwa auch im `unterdrückten Bereich´ einen `neutralen Bereich´ anführen. Da die Es aber letztlich aggressiv und expansiv sind, werden sie die Neutralen auch zu Partizipanten/ Mitläufer oder zu Gestörten oder zu Opfern machen.

Die folgenden Abbildungen sollen - zunehmend differenziert - mögliche Einteilung der zweiten Wirklichkeiten darstellen.
Die Schwierigkeit die einzelnen Bereiche der zweiten Wirklichkeiten abzugrenzen und zu benennen geht m.E. direkt konform mit derselben Schwierigkeit, die man hat, wenn man psychisch Relevantes in unserer Wirklichkeit, in der wir leben, einteilen will. Auch da können wir Beherrschendes bzw. Herrscher und Partizipanten (Mitläufer, Mittäter, Funktionäre) auf der ein Seite und gestörte und geopferte Bereiche auf der anderen Seite nur willkürlich unterscheiden.
Weil unsere Wirklichkeit keine reine zweite Wirklichkeit, sondern ein Gemisch aus erster und zweiter Wirklichkeit darstellt, habe ich bei den folgenden Ausführungen auf die zusätzliche Darstellung der ersten Wirklichkeit aus didaktischen Gründen verzichtet.
Die Leser mögen mir diese unterschiedlichen Darstellungen dieser komplizierten Wirklichkeiten verzeihen. Wem es zu viel wird, der möge einfach weiter blättern.

                

Diese Grafik zeigt in der Mitte die drei gegensätzlichen Teile eines Es, das sich in einer Wirklichkeit eingenistet hat und dieser ihren Charakter aufoktroyiert,
sodass die außen angegebenen Wirklichkeitsbereiche entstehen. Alle Anteile sind SLQZ-differenziert.

Synonyme von Partizipanten: Pro-Formen, Mitmacher/ Mittäter/ Mitläufer/ Funktionäre/ Handlanger, sekundäre Subjekte², Co-Formen des Es, Clan; Trittbrettfahrer; Gekaufte:
      pro(+) Mitmacher = Nutznießer, Günstlinge, Mätressen,, Liebediener
      kontra (–) Mitmacher = Kontra-Formen, Neider, Rivalen, Intriganten. (Erklärungen später).

             
    Dieses Schema zeigt W², etwas anders eingeteilt, mit dem beherrschenden Es und den unterdrückten Bereichen nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip geordnet.
    (Der Störungsbereich wurde hier, im Gegensatz zu dem obigen Schema, nicht dem Relativbereich zugeordnet).

 Rolle der Es in W² (Diktatoren/ Parasiten/ Täter)

       Die Es sind in den zweitrangigen Wirklichkeiten wie Diktatoren mit ihren Helfershelfern, die alles Andere in ihrem Herrschaftsbereich dominieren und in ihrem Sinn verändern. Oder, wie schon früher beschrieben, sind sie wie Parasiten/Viren/ Dämonen/ Spaltpilze, Kuckuckseier usw. Die Es zwingen den Wirklichkeiten ihre Programme auf. In der Regel nach dem Prinzip: Alles oder Nichts bzw. Zuckerrohr und Peitsche oder nichts. Sie wirken, wie die Vergleiche andeuten, sehr unterschiedlich, oft widersprüchlich und paradox, aber keineswegs nur ganz negativ. Sie haben v.a. zu Beginn oft sehr positiv erscheinende Auswirkungen, wirken aber langfristig störend oder gar krankmachend. Ihnen wird alles untergeordnet: die Wahrheit, die Freiheit, die Wirklichkeit, andere Personen und schließlich auch die betreffende Person. Diese wird zwar scheinbar erhöht, letztlich aber doch erniedrigt.             
Die erstrangige Wirklichkeit oder Welt verschwindet in der zweitrangigen nie, auch wenn aus ihr heraus nicht direkt gelebt wird und der Akzent auf der Zweitrangigkeit liegt. Dennoch ist die eigentliche positive Wirklichkeit nie ganz zu töten.
(Das Es als Täter und die Person als Opfer s.u.)

Hierarchien in W²

        Es bestehen starre Hierarchien sowohl der FA/Es gegenüber seinen R, als auch anderen FA/Es gegenüber.[5] (Typisch für W²).
Wenn wir eine Diktatur, also ein Es-bestimmtes System analysieren, dann können wir - analog zum o.g. allgemeinen Es-Aufbau - im Groben folgende Hierarchie feststellen: Irgendwo sitzt ein zentrales, alles beherrschendes mächtiges FA/Es, wie ein Diktator, dem alles untergeordnet ist, eine Ebene darunter die Mitmacher, (so wie die Hitler unterstellten Unterführer usw.) und unten sind die Unterdrückten und Opfer.
In Gruppen eingeteilt:
1. die Führungsclique (entsprechend einem Pro-Es) mit ihren Mitmachern, einem dazugehörigen Feindbild (Kontra-Es) und 2. das unterdrückte Volk (= relativer Bereich des Systems), das sich wiederum unterteilen lässt in Zuschauer, Opfer und abhängige Gegner. Wenn ich diesen Bereich relativen Bereich nenne, dann heißt das nicht, dass die Beteiligten in diesem Bereich nur unterdrückt wären, also absolut unfähig, das Es in Frage zu stellen, sondern es ist eher so, dass diese Fähigkeit nur mehr oder weniger aus der Hand gegeben wurde. Bei denen, die sich völlig mit dem Es identifizieren, also zur Führungsclique gehören, besteht diese Freiheit in der Regel am wenigsten ((es sei denn, dass Derjenige innerlich eine andere Position eingenommen hat); mehr innere Freiheit haben i.d.R. Zuschauer und Opfer, die schon mehr Abstand zum Es hin haben und schließlich die Oppositionsgruppe, die eher der erstrangigen Wirklichkeit zuzuordnen ist.[6]

Das System ist hochgradig sensibel: Schon wenn ein Partizipant in Frage gestellt oder angegriffen wird, fühlt sich das ganze System angegriffen. Es reagiert dementsprechend hart und gnadenlos, opfert aber ohne zu zögern selbst seine Mitläufer, wenn es ihm selbst an den Kragen geht.
Das FA unterwirft seine Relativa wie Untergebene. Es gibt ihnen zwar eine zweitrangige Mitte, Sinn, Halt usw. nimmt ihnen aber ihre Eigenständigkeit. Die nf Relativa müssen sich für das FA opfern, wenn Gefahr droht. Das FA jedoch wird sich nie für seine „Leute“ opfern.
Man vergleiche das mit Diktatoren, die ohne ihr Volk ganz hilflos sind.
So sind die FA/Es übermächtig und machtlos zugleich, absolut und nichtig zugleich.
(Vergleiche dazu die „Hierarchien“ in der erstrangigen Wirklichkeit).

Hypothesen bezüglich der Es-Wirkungen

Die Es wirken nicht nur auf die Einzelperson, sondern auch auf ganze Gesellschaften, letztlich auf unsere Welt insgesamt. (Dazu später mehr).
Die Es verändern WPI in ihrem Sinne.
D.h. WPI wird dem jeweiligen Es ähnlicher. WPI wird `es-hafter´.
(So wie sich andererseits das Es an WPI anpasst).
Der Charakter der zweitrangigen Wirklichkeiten wird von Fall zu Fall nur mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck kommen. Das hat mehrere Gründe:
Ein Es allein wirkt nicht im luftleeren Raum, sondern wirkt mit anderen zweitrangigen Kräften zusammen, die die Wirkung zum Teil verstärken, abschwächen oder gar aufheben - immer aber irgendwie verändern. Zum zweiten trifft das oder die Es auch nicht auf ein neutrales „Objekt“, etwa einen völlig „normalen“ Menschen, sondern auf m.o.w. ausgeprägte, vorhandene Veränderungen.
Und schließlich, so glaube ich, gibt es nicht nur die genannten zweitrangigen Kräfte, wie sie die FA bzw. Es darstellen, sondern eben auch erstrangige positive Kräfte, die die negativen Wirkungen der FA/Es-Komplexe abpuffern und ihre positiven Anteile, die sie ja auch haben, noch verbessern.

Die Es-Wirkungen sind nicht total, aber umso stärker, je entfernter das FA vom +A entfernt ist; dann auch umso krankmachender. Genauer:
Ein relativ Positives, das zum +FA /Es wurde oder ein relativ Negatives, das zum −FA/Es wurde, wird nur relativ geringe negative Auswirkungen haben. Andererseits wird ein besonders positives Relatives, das zum −FA /Es wurde und ebenso ein besonders negatives Relatives, das zum +FA/Es wurde besonders negative Auswirkungen haben, d.h. auch, umso ausgeprägter etwa ist sein Alles-oder-Nichts-Charakter über alle Dimensions- und Differenzierungsaspekte hinweg und wir finden dann umso eindeutigere Spaltungen und Verfremdungen.

Ein Es wirkt über seinen Aspekt hinaus.
Beispiel: Die Verabsolutierung von Wahrheit etwa hat nicht nur Auswirkungen bezüglich der Fragen wahr oder unwahr, sondern auch Auswirkungen auf alle anderen pr Aspekte. Nehmen wir die Verabsolutierung der Wahrheit für eine Familie an, so wird die Familie unter dem Diktat von Unbedingt-Wahrheit-einhalten-Müssen, Echt- sein-Müssen usw. stehen. Dieses FA Wahrheit* wird dann das Sein, Leben, die Qualitäten und Zusammenhänge (SLQZ) der Familie bestimmen. Außerdem entstehen auch 2 Gegenpole , die man „Lüge“ und „Indifferenz“ nennen kann. (Näheres siehe im Abschnitt `Streuung und  Verdichtung´).

• Alle Es können alle Folgen haben - auch positive
.
Alle Es können prinzipiell jedes Zweitrangige hervorrufen.
Alle Es können alle Folgen² haben negative wie- auch positive². +Es kann –² und –Es kann +² bewirken.[7]
D.h. jedes Es, egal ob in Gestalt von Alles oder Nichts, + oder –, kann Alles-oder-Nichts-, positive oder negative Wirklichkeiten² (personell, außerpersonell) bilden.
Genauer: Alle +*, alle –*, alle 0Es können alle +², –², 0² (SLQZ 23) machen.
So kann etwa die Kehrseite des primär +Es negative oder die Kehrseite des primär –Es positive Auswirkungen haben.
Das ist für das Verständnis der Paradoxien aber auch der psychischen Krankheiten wichtig!
Z.B.: Es darf mir nicht gut gehen, ich darf keine Liebe annehmen, Liebe ist negativ; Werde ich gehasst, ist es positiv. Oder Krankheit* gibt Identität² oder Sinn² usw.
Auch: Jedes Es kann Krankheit, aber auch Gesundheit fördern, wenn auch meistens Ersteres.
So können auch gleiche Es Gegensätzliches und gegensätzliche Es Gleiches bewirken. Vom Resultat her gesehen kann also jede 2. Wirklichkeit (W²) von jedem Es verursacht oder mitverursacht sein.
Für das Paradoxieverständnis sind die „überkreuzten“ bzw. widersprüchlichen Wirkungen wichtig:
Ist das Es etwa Absolutismus, dann wird W² gegenteilig v.a. negiert (Aspekt a1); Ist das Es etwa nf Identität, dann wird W² gegenteilig v.a.  entfremdet (a2 ); Ist das Es nf Eigentliches, Wirkliches, dann wird W² gegenteilig v.a. uneigentlich, scheinbar (a3); Ist das Es Totalität, dann wird W² gegenteilig v.a. Gespaltenheit (a4); Ist das Es nf Unbedingtes, dann wird W² gegenteilig v.a. Bedingtheit (a5); Ist das Es Primäres, dann wird W² gegenteilig v.a. sekundär oder überflüssig (a6); Ist das Es das nf Selbstständige, dann wird W² gegenteilig v.a. unselbstständig und abhängig.
Bzgl. der Hauptdifferenzierungen:
Sind Es nf Strukturen, dann wird W² gegenteilig v.a. zerstört (I); Ist Es nf Leben dann wird W² gegenteilig v.a. sterben (II); Sind die Es nf Qualitäten, dann wird W² gegenteilig v.a. Qualitätsverluste zeigen (III); Sind die Es nf Subjekte - dann findet man in W² v.a. nf Objekte und Desubjektivierungen,
Bzgl. der personalen Aspekte: Es ist das nf Individuelle, Personale - WPI² wird gegenteilig v.a. das nf Dinghafte und Entindividualisierte.
Anderes ausgedrückt WPI wird durch die Es v.a. ein negiertes, entfremdetes, gespaltenes, entindividualisiertes, unterdrücktes, entwurzeltes (entwertetes) und entselbstständigtes WPI.
Der gegensätzliche Charakter von Es und seinen jeweiligen Machtbereichen (dem unterdrückten oder „Rest“-WPI²) ist für das Verständnis unserer Psychopathologien, wie überhaupt unseres menschlichen Verhaltens, wichtig.[8]

Je ausgeprägter der Charakter der zweitrangigen Wirklichkeiten ist, umso stärker wird auch ihre krankmachende Wirkung sein.
       

Diese Abbildung soll zeigen, wie Relatives in unterschiedlichen Ausmaß /Umfang in den positiven oder negativen Absolutbereich eindringen kann und dort FA/Es-Komplexe mit unterschiedlich ausgeprägter Zwiespältigkeit bildet.
Wird ein Relatives, das einem Absoluten sehr ähnelt, verabsolutiert, so entsteht nur ein schwach zwiespältiges FA/Es.
Wird es jedoch in das gegenteiliges Absolute verwandelt, dann entsteht ein ausgeprägt zwiespältiges FA/Es.
Im oberen Teil der Abbildung sehen wir, wie ein relatives Positives, das zum +FA/Es gemacht wird (Pfeil nach links), viel schwächer zwiespältig ist, als wenn es zum negativen FA/Es gemacht wird (Pfeil nach rechts). Den gleichen Mechanismus finden wir unten bei der Verabsolutierung eines relativ Negativen. Die Verabsolutierung eines relativ Neutralen (Mitte der Abb.) wird am wenigsten zwiespältig sein, egal ob es positiv oder negativ verabsolutiert wurde.



       
Diese Abbildung zeigt zum einen die unterschiedlichen Auswirkungen einer positiven Verabsolutierung eines Relativen:
Je negativer das Relative ist, das +verabsolutiert wird, umso negativere Folgenhat eine solche +Verabsolutierung. Leider oft nicht für den „Täter“ selbst, sondern für Andere.
Es soll weiter gezeigt werden, dass das +A alles negative Relative bis zum −A hin integriert.

• Alle Es wirken auf WPI ähnlich, aber ihre Art bestimmt auch ihre Wirkung.
Die o.g. Es-Wirkungen scheinen für alle Es obligatorisch - allerdings, je nach Es, mit unterschiedlicher Akzentsetzung.
Diese Es-Wirkungen gelten m.E. sowohl ganz allgemein als auch für die Einzelperson.
Der Geltungsbereich umfasst so auch Gesellschaften und verschiedenste Gruppen - ich glaube aber auch, dass die Es auch auf die nichtpersonale Wirklichkeit so wirken. Anders formuliert: Die Es bilden fremde, zweitrangige Wirklichkeiten mit den o.g. Charakteristika und Funktionen, die sowohl für die Einzelperson, als auch für viele Gemeinschaften, aber auch für den nichtpersonalen Bereich gelten.
Es müssten sich also durch die Wirkung verschiedenster Es relativ typische Strukturen/ Formen mit entsprechenden Funktionen bilden, die den o.g. Charakteristika entsprechen. D.h. - um Wesentliches zusammenzufassen: Es bilden sich Strukturen/ Formen von totalem oder „Leer“-Charakter, von ganz eigener Art, mit gewisser Autonomie und Selbstregulation (autopoietisch), neue, fremde Einheiten und Systeme, die anderes gleichzeitig ausgrenzen, neue Notwendigkeiten, Gesetze, Bedingungen, neue Prioritäten, Hierarchien, neue Unabhängigkeiten und Abhängigkeiten, neue Seins- und Lebensformen mit neuen Qualitäten in neuen Zusammenhängen - all das fremd und gespalten, z.T. zerrissen usw.
Hypothese:
Alle Es machen Änderungen in allen 7 Dimensionsaspekten und allen 4 Hauptdifferenzierungsaspekten.
Zusätzlich macht ein Es eines bestimmten Aspektes in diesem Aspekt die Hauptveränderungen/ -störungen, in allen anderen Aspekten nur fakultative bzw. Nebenveränderungen/ -störungen;
z.B. Ein Es, das eine Person repräsentiert, wird vor allem Störungen im Bereich der Personalität hervorrufen.
Ein Es als `nfb Besitz*´ (also etwas Relatives, das die Bedeutung eines absoluten Besitzes hat) wird vor allem Störungen im Bereich `Besitz´ und damit zusammenhängenden Aspekten wie etwa `Geben ‘und `Nehmen ‘und ähnlichen haben.
Auch: Gleiche Es können verschiedene Wirkungen haben, je nachdem auf welche Wirklichkeit sie treffen.

Übersicht Hauptwirkungen der Es

    Allgemein formuliert: Die Hauptwirkungen der Es bestehen in Störungen (Fehler und Mangel), die „Nebenwirkungen" in der Bildung von Hyperformen.
Es macht genauer:
- als +Es v.a. anfangs hyperverabsolutierte (super-), partizipierende Bereiche (Partizipanten); später überwiegend gegensätzliche und geopferte Bereiche (Opfer). Dass die Es in ihrer „positiven“ Wirkung das +A imitieren und übertreffen können habe ich schon erwähnt.
- als −Es und als 0Es wahrscheinlich v.a. geopferte Bereiche.
Kurz: Es macht nf pko WPI (p= partizipierend, k = kontra, bzw. gegensätzlich, o = negiert, geopfert).
Abgekürzt: Es =[ARO]² [pkoWPI/SLQZ]²
D.h. Es machen sich zu Diktatoren, ordnen WPI unter, verändern WPI und spalten es in Partizipanten/ Clan-, Gegen- und Opferbereiche.
Entscheidend: Der Opferbereich für WPI´ wird im Laufe des Prozesses immer größer, weil sich Es auf Kosten von WPI am Leben / an der Macht erhält.

Systematik (vorläufige Übersicht):
• Die Veränderungen in den Dimensionen.
Bezüglich der 7 Dimensionsaspekte:
[9]
(Die Reihenfolge der Es-Wirkungen entspricht hier v.a. den anfänglichen Es-Wirkungen. Später kehrt sich diese Reihenfolge um).
a1. Die Es verabsolutieren einerseits und relativieren, negieren andererseits/ sie machen Alles oder Nichts.
Daraus resultieren zweitrangige Wirklichkeiten, die zwiespältig, als Alles-oder-Nichts-, oder trispältig als Hyper-/ fehl-/ 0-Bereiche erscheinen und so funktionieren.
a2. Die Es identifizieren einerseits etwas/Jd. mit sich und entfremden andererseits.
Sie erzeugen einerseits verfremdete Wirklichkeiten mit anderen Selbsts, andreren Identifizierungen und rauben andererseits eigentliche Identität.
a3. Die Es erzeugen eigene Realitäten einerseits und verfälschen, derealisieren, enteigentlichen andererseits.
a4. Die Es erzeugen einerseits neue Einheiten und spalten andererseits.
a5. Die Es erzeugen einerseits neue Unbedingtheiten und schaffen andererseits neue Bedingtheiten.
a6. Die Es erzeugen einerseits fremde Prioritäten, Hierarchien usw. - andererseits fremde Nebensächlichkeiten, Extreme.
a7. Die Es verselbstständigen einerseits und entselbstständigen andererseits.
• Die Veränderungen in den Haupt-Differenzierungsbereichen.
Bzgl. der Hauptdifferenzierungen: Sein (S), Leben (L), Qualitäten (Q) und Zusammenhänge (Z)
S: Die Es erzeugen einerseits fremdes Materielles, bei Personen auch nf Personales - andererseits fremdes Geistiges, Dämonisches. Sie entmaterialisieren und entgeistigen WPI´.
L: Die Es vitalisieren, beleben einerseits manches, das an sich nicht lebt - andererseits töten sie Lebendiges.
                Sie erzeugen so neues, fremdes Leben und neues fremdes Sterben (auch Erkranken).
Q: Die Es erzeugen einerseits neue fremde Qualitäten und sie dequalifizieren andererseits.
Z: Die Es werden zu neuen fremden Subjekten und des desubjektivieren andererseits und machen aus eigentlichen Subjekten Objekte. Sie erzeugen einerseits neue fremde Zusammenhänge und lösen andererseits ursprüngliche auf.
Stark vereinfacht und zusammenfassend kann man sagen: Durch die Es wird die Wirklichkeit v.a.
verdreht, verfremdet, unwirklich, gespalten und in sich gegensätzlich, genötigt (fixiert), untergeordnet, abhängig, nichtig. (Aspekt a1-9), und geschädigt, leblos, negativ, objekthaft (bzgl. SLQZ).
• Die Hauptwirkungen der Es bezüglich der pr Einheiten:
Bezüglich des Alles-oder-Nichts Aspektes: Diese Es negieren, vereinzeln oder totalisieren WPI.
Bezüglich der Person: die Es depersonalisieren, verdinglichen oder fehlpersonalisieren.
Die Wirkungen auf die übrigen pr Einheiten führe ich später aus.
Wie gesagt: Jedes Es verursacht mehr oder weniger ausgeprägt diese Veränderungen.
(Sonst s.
Übersichtstabelle Spalten G und H).

Auffällig: Das Fremde, Gespaltene, Paradoxe und die Schwierigkeit Es zu verstehen

      Mir scheint bei den Folgen der Es-Wirkungen das Fremde, Gegensätzliche und Gespaltene besonders auffällig.
Ich verwende hier ja nur ganz allgemeine Aussagen und Begriffe, die, wenn sie auf spezielle Bereiche angewendet werden, dann auch wieder andere Bezeichnungen bekommen. So wird eine Spaltung zwischen einem Ehepaar „Trennung“ oder „Scheidung“ genannt, innerpersonell wird man von einer gespaltenen Persönlichkeit oder gar einer Schizophrenie sprechen.
Ich glaube aber, wie gesagt, dass die grundlegenden Prinzipien der Entstehung dieser sog. 2.Wirklichkeiten und ihre Charakteristika ganz ähnlich sind und auch miteinander in Verbindung gebracht werden können (wie das ja z.T. auch geschieht).
       Die neuen, fremden, zweitrangigen Wirklichkeiten (W² ) haben das eigentliche Absolute verloren und sind dadurch nicht eindeutig, einheitlich usw. sondern m.o.w. uneindeutig, doppel- bzw. dreideutig, widersprüchlich, verrückt, paradox usw. Die „Hyperformen" habe ich bei dieser Charakterisierung der Einfachheit halber nicht erwähnt.
Das widerspricht in Vielem unserem üblichen Denken und Reden. Wir sprechen etwa davon, dass diese oder jene Person hochmütig, ein Anderer reich, ein Dritter chaotisch sei. Oder, dass die Umwelt so oder so sei usw. D.h. wir sehen oft nur den vordergründigen, „aktivierten“ Pol. Objektiv jedoch trägt die zweitrangige Wirklichkeit bzw. die Person auch das entsprechende Gegenteil und ein 0-Teil in sich, auch wenn diese nicht in erscheinung treten. Viel häufiger haben wir es also mit quasi zwei- oder dreifach gespaltenen Einheiten zu tun, also etwa mit endlicher Unendlichkeit, totem Leben, armen Reichen, leerem Überfluss, fremdem Selbst, beglückendem Leid, süßer Rache, befreiender Krankheit, (u.a. Beispiele s. Tabelle). [10]

Begriffe, die den Doppel- bzw. Dreifachcharakter von W² kennzeichnen:

3-er Begriffe

2-er Begriffe

pro

kontra

0

tristabil, Trilemma
Gespaltene Triade mit insgesamt 6 (oder 9) Polen:
drei anziehende, fesselnde und drei abstoßende;
Zu so, zu anders, zu nichtig;
Zu Gleiches/ zu Ungleiches/ zu Nichtiges;
Gespaltene, sich entleerende „Einheit“;
Psychisches„Bermuda-Dreieck“

bistabil, Gegensatz,
digitale Welt
1/0, Dichotomie,
Dilemma,
Zwitter, „Zweiheiten“, Spiegelbildliches, Zusammengestückeltes,
Zwei ggs. Seiten einer Sache,
Fremdes, in sich Gespaltenes.

Totalisierung, Totalität, Komprimierung,
nf Verbindung.

Spaltung; Doppel-spaltung,
nf Trennung.

Vakuum, Leere, Auflösung.

 

Systematik (fakultativer Abschnitt)

(Anmerkung:` fakultativer Abschnitt´ bedeutet, dass hier das im letzten Kapitel Ausgeführte z.T. wiederholt, aber weiter differenziert und systematisiert wird, jedoch für das Verständnis der Arbeit nicht unbedingt erforderlich ist).

Es werden zunächst die verschiedenen Arten der Es-Wirkungen auf WPI besprochen.
Danach folgt eine systematische Übersicht, wie diese Es-Wirkungen in bestimmten Bereichen, Dimensionen und Differenzierungen zum Ausdruck kommen.
                 Wir erinnern uns: Inversionen führten zunächst zur Bildung von Es, wobei diese, wenn nicht abgewehrt, sich im Absolutbereich irgendeiner Wirklichkeit (Welt oder Person) „einnisten“ und diese anders dimensionieren und differenzieren, d.h. deren 7 Absolutbereiche (a1-7), deren 4 Hauptdifferenzierungen und m.o.w. auch deren „Einzelaspekte“ verändern. Die Es führen so im Absolutbereich zu Störung und Verlust von Absolutheit, Identität, Realität, Einheit, Unbedingtheit, Hierarchie und Selbstständigkeit der „befallenen“ Wirklichkeit. Weiter führen die Es - bzgl. der 4 Hauptdifferenzierungen - zu Störungen des Seins, Lebens, Qualitäten, der Subjekt -Objektbeziehungen und zu Störungen in verschiedensten 23 „Einzelaspekten“. WPI ² entsteht so wie ein Abdruck vom Es.
Die Es bilden so nf Wirklichkeiten, indem sie vorhandene Wirklichkeit (W¹ oder auch W²) in ihrem Sinne verändern oder diese auch ganz neu bilden. Immer kommt es neben der Störung zu einem Verlust von Teilen primärer Wirklichkeit, ohne dass diese völlig verschwindet. Durch die Es wird alles, das durch sie betroffen ist, anders: verrückt, widersprüchlich, uneindeutig, unrealistisch - über alle Aspekte hinweg. Das vorher eindeutig Gute etwa bekommt jetzt den Schatten des Bösen und Schlechten, das zuvor eindeutig Negative erhält eine positive Seite, das Verbotene wird reizvoll, das Böse faszinierend, andererseits das Gute langweilig usw. Oder Identitäten lösen sich teilweise auf, verschieben sich, werden anders usw.
Zwar werden alle Es alle Hauptfolgen nach sich ziehen, aber je nach ihrer Art zusätzlich noch andere Folgen, den 23 Einzelaspekten entsprechend, haben.
In dem Aspekt, den das Es repräsentiert, wird es auch seine Hauptwirkungen haben. Immer wird es sich aber, wenn auch in unterschiedlichem Maße, auch auf alle Aspekte seines Machtbereichs auswirken.

Übersichtstabellen allgemeiner Es-Wirkungen

Diese Tabelle soll die wichtigsten Es-Wirkungen, eingeteilt nach Opfer-, Störungs- und Partizipantenbereich, darstellen.
Die Wirklichkeitsbereiche, auf die ein Es trifft, werden, wie erwähnt, vor allem am Anfang an der Macht des Es als Partizipanten beteiligt und ihm gleichgemacht, zunehmend wird aber der übrige Herrschaftsbereich, der sich an das Es nicht überanpasst bekämpft und unterdrückt oder geopfert. Da die beiden letzteren Wirkungen die hauptsächlichen sind, habe ich sie in dieser Tabelle zuerst genannt.

 

Opferbereich (0-Bereich)
(v.a. 0-Formen)

Gegner, Störungsbereich
(v.a. Kontra-Formen)

Partizipanten
(v.a. Hyper-Formen)

a1
a2
a3
a4
a5
a6
a7

negiert
uniformiert
derealisiert
chaotisiert, aufgelöst
verunsichert
entwurzelt, nivelliert
entselbstständigt

relativiert
verfremdet
verfälscht
(in Gegensätze) gespaltet
fehlprogrammiert
verrückt
beherrscht, unterdrückt

hyperabsolutiert
überidentifiziert
hyperrealisiert
fusioniert vereinnahmt
determiniert, fixiert
extremisiert
automatisiert

S
L
Q
Z

zerstört
getötet
dequalifiziert
desubjektiviert
dekontextualisiert

materialisiert
funktionalisiert
fehlqualifiziert
instrumentalisiert (z. Objekt gemacht)
fehlkontextualisiert

ideologisiert
hypervitalisiert
hyperqualifiziert
hypersubjektiviert
hyperkontextualisiert

E1
2
3
4
5
6

vernichtet
verneint
entpersonalisiert
entindividualisiert
entgeistigt, entseelt
kastriert

vereinzelt
profaniert
verdinglicht
vermasst
somatisiert
vermännlicht, -weiblicht, -sächlicht

totalisiert
vergötzt, verteufelt
hyperpersonalisiert
hyperindividualisiert
ideologisiert
sexualisiert

(PS die Partizipanten haben außerdem noch die Eigenschaften der Es selbst)

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Gemeinte unter dem Gesichtspunkt der Umkehrungen in den wichtigsten Bereichen:
           

 

Dimensionsbereichs-Änderungen

       Die Es verändern vor allem die Dimensionen der erstrangigen Wirklichkeit bzw. von WPI¹, indem sie diese zwar anfangs partizipieren lassen, später aber immer mehr unterdrücken oder vernichten. Das führt zu einem Verlust an erstrangiger Dimensionalität und Wirklichkeit und zu deren Ersatz durch zweitrangige Dimensionen und Wirklichkeiten. Wie gesagt, passen sich die Es zwar an die jeweilige untergeordnete Wirklichkeit auch an, im Wesentlichen aber oktroyieren sie dieser ihre eigenen Charakteristika und Gesetzmäßigkeiten auf. Durch die Störungen durch die Es verliert das einzelne WPI seine eigentliche Mitte, die nun durch ein jeweils beherrschendes Es besetzt wird. Dieses verändert das unterlegene WPI in seinem Sinn und versucht zu expandieren. Die Hauptveränderung durch die Es, habe ich schon kurz genannt.
Durch die Änderungen der Dimensionen werden auch die pr Einheiten und weiteren Differenzierungen geändert.

Wirkung des Es als Doppel- oder Tripel-Es

        Die zweiten Wirklichkeiten haben alle einen ähnlichen Charakter egal ob sie primär absolutistisch, relativistisch oder negativistisch bestimmt sind. Sie bestehen im Kern letztlich alle aus einem Tripel-Es, das aus einem FA, Gegen-FA und 0² besteht, wobei i.d.R. ein Teil dominiert. Dieses Tripel-Es mit seinen drei unterschiedlichen Teilen bestimmt auch den Charakter und die Dynamik dieser zweiten Wirklichkeiten. Sie sind gleichzeitig, wenn man so will, zu so und zweimal zu gegensätzlich, wobei der erste Gegensatz, das Gegen-FA den konträren Gegensatz zu dem 1.FA darstellt und das zweite Gegenteil, das 0², den kontradiktorischen Gegensatz zu beiden FA bildet. (Die genaueren Charakteristika sind in der Übersichtstabelle aufgeführt). Wenn ich schreibe, dass es sich um einen konträren und kontradiktorischen Gegensatz handelt, so stimmt das nicht genau, weil diese genannten Gegensätze auch quasi zweiten Grades sind. Sie werden zwar von der betroffenen Person (P²) als unüberbrückbare Gegensätze erlebt, aus der Sicht der ersten Wirklichkeit sind sie jedoch nur relative Gegensätze. Genau genommen enthalten alle drei Teile des Tripel-Es in unterschiedlicher Ausprägung auch die jeweils anderen gegensätzlichen Teile. Dieser Charakter macht es möglich, dass unterschiedliche Es in manchen Fällen einander feindlich gegenüberstehen, in anderen miteinander paktieren und in einem dritten Fall sich neutralisieren - und, bezogen auf ein einziges Tripel-Es (oder kurz Es), dass seine eigenen drei Teile sich potenzieren oder bekämpfen oder neutralisieren, sodass ein Es z.B. überstark positiv oder negativ oder neutral erscheinen kann. (s. Tripel-Es a.a.O. ).
Ein FA/Es-Komplex hat also keine eindeutige Wirkung, sondern wirkt v.a. zwie- oder trispältig, widersprüchlich, gegensätzlich, paradox, „verrückt“ usw.[11]
Ein +FA/Es wirkt v.a. positiv*, kann aber auch negativ* oder negierend wirken.
Ein −FA/Es wirkt vor allem negativ*, kann aber auch positiv*oder negierend wirken.
Ein 0 FA/Es wirkt v.a. allem negierend*, kann aber auch positiv*oder negativ* wirken.
Die Es machen also m.a.W. Pro-Dynamik, Kontra-Dynamik oder Null-Dynamik. Diese Dynamiken stehen in engem Zusammenhang. Sie verlaufenden der Regel in Phasen. (s. bei Phasen).
Jede Dynamik kann jedes der drei Folgen: pro oder kontra oder 0 (oder deren Kombinationen) haben.
(S.a. Zyklen und Antizyklen in Dynamik).

Beispiel aus der Literatur für zwiespältige Wirkung von Es: Dichotomes Denken in der Gesellschaft.
„Haraways Konzeption von Herrschaft und der Auflösung von Herrschaft baut auf der Annahme auf, dass die westliche Denkweise von Dichotomien durchdrungen ist, die wiederum Hierarchien konstruieren. Beispiele für diese Dichotomien sind Mann/Frau, Natur/Kultur, Mensch/Tier, Vernunft/Emotion usw. Durch den Entwurf und die Definition eines Anderen wird ein Selbst entwickelt, das in der Abgrenzung zum Ausgeschlossenen unhinterfragt bleibt. Dieses Selbst wird als Norm, als Subjekt gesetzt, die jedoch nicht als solche thematisiert wird. Dass eine Norm jedoch nur in Relation zu etwas, das nicht Norm ist, existieren kann, liegt auf der Hand. Nach Val Plumwood sind diese Dichotomien immer durch Hierarchien gekennzeichnet, da sie von der scharfen Abgrenzung des Anderen und der Abwertung leben. Demnach definiert sie folgende Charakteristika für Dualismen: Polarisierung, Objektifizierung, Stereotypisierung, Ausschluss und Relationalität. Das Denken in Dichotomien ist, wie man an diesen Charakteristika erkennen kann, wesentlich für die Legitimation und Aufrechterhaltung von Herrschaft. Diejenigen, die in die Sphäre des Anderen gerückt werden, werden als Gegensätze zur Norm, als Objekte definiert.“[12]

Verluste, Störungen und „Gewinne“

    Bei den Verlusten bzw. Störungen geht es vor allem um Verluste erstrangiger Wirklichkeiten, hier wiederum vor allem um den Verlust der entsprechenden Absolutbereiche - aber auch um den Verlust erstrangiger Relativbereiche. Es gehen aber durch die Es-Wirkungen auch zweitrangige Wirklichkeiten verloren, die ich nicht extra aufführe, da dieser Verlust i.d.R. unbedeutend ist.
„Gewinne“:
Die Es-Wirkungen gehen wohl immer mit zweitrangigen Gewinnen für das entsprechende System einher. Das ist i.d.R. auch der Grund, warum das System sich einem Es unterwirft. Die zweitrangigen Gewinne kosten jedoch immer einen Preis. Was und wie hoch der Preis ist, ist unterschiedlich. Er wird nicht immer vom betroffenen System für bzw. von der betroffenen Person selbst bezahlt, sondern kann anderen Systemen oder Personen aufgebürdet werden. (Dazu später mehr). Die Sekundärgewinne werden uns bei der Besprechung des sogenannten Krankheitsgewinns näher beschäftigen. Ohne diese wären Entstehung und Penetranz psychischer Krankheiten nicht zu verstehen.

Verluste und „Gewinne“ bzgl. Rang und 4 Hauptdifferenzierungen

Nachfolgende Tabelle differenziert die allgemeinen Es-Auswirkungen in den Absolut- und Hauptbereichen.


Verlust von Erstrangigem (¹):

Ersatzgewinn durch +²:

a1: erstrangigem Absoluten und Relativem
z.B. Gott (Paradies, Alles¹)

zweitrangiges +Absolutes und Relatives:
 Götze, (Pro²)

a2 : Selbstverlust, Verlust von erstrangiger: Identität

zweitrangige +Identität, sekundäres +Selbst

a3: Realitätsverlust, Wahrheitsverlust

Ersatzrealität, v.a. Hyperrealität, Scheineigentliches

a4: Verlust von Einheit und Vielfalt

Ersatzeinheiten, Kompressionen

a5: Verlust von Sicherheit und Unbedingtheit

nf Sicheres, Nötiges

a6: Verlust von Erstrangigem, Basisverlust

Ersatz -Zentrum

a7: Verlust von Unabhängigkeit und Geborgenheit

Ersatz−Autonomie, sekundäre Unabhängigkeit
(falsche Freiheit) und Abhängigkeit

S: Verlust von erstrangigem Sein¹, Persönlichem

Ersatz-Sein

L: erstrangigem Leben

Ersatz-Leben, Funktionieren

Q: erstrangigen Qualitäten (Sinn, Glück)

Kick

Z: Subjekt > Objekt
erstrangiger Verbundenheit und Freiheit, Lockerung

Ersatzsubjekte, Ersatzobjekte
ersatzhafte Bindungen und Trennungen

Ggf. kann man weitere Verluste in der Übersichtstabelle Spalte J nachlesen.

Es-Wirkungen auf die Dimensionen

Übersicht:

 

Opferbereich

Störungsbereich, Gegner

Partizipanten[13]

a1
a2
a3
a4
a5
a6
a7

Es negiert
    uniformiert
    derealisiert
    chaotisiert
    verunsichert
    entwurzelt, nivelliert
    entselbstständigt

Es  relativiert
    verfremdet
    verfälscht
    spaltet (in Gegensätze)
    fehlprogrammiert
    verrückt
    beherrscht, unterdrückt

Es hyperabsolutiert
    überidentifiziert
    hyperrealisiert
    fusioniert vereinnahmt
    determiniert, fixiert
    extremisiert
    automatisiert

 

Zu den Bereichen a1-7
zu a1: Absolutbereich
                                                                                                            „Ich bin der Geist, der stets verneint..." Mephisto in Faust

Wir sahen:
Bezüglich der Es-Wirkung in diesem Aspekt kann man in der Reihenfolge des Ausmaßes der Wirkung formulieren:
1. Es negiert, 2. relativiert und stört oder 3. hyperverabsolutiert.
Die zeitliche Ablauf der Es-Wirkungen  ist umgekehrt: Zuerst hyperverabsolutieren die Es bestimmte Wirklichkeitsbereiche, machen sie zu Partizipanten und vereinnahmen diese oder fusionieren mit ihnen, während vor allem danach der Rest des Bereiches negiert oder relativiert wird.
Bezüglich des Verlustes und Ersatz kann man hier formulieren:
Es entsteht ein Verlust an erstrangiger Absolutheit (und Relativität) von WPI/SLQZ, das durch zweitrangiges, einem Es unterworfenes WPI/SLQZ ersetzt wird.
Die Es haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.

zu a2: Bereich der Identität

Bezüglich der Es-Wirkung in diesem Aspekt kann man formulieren:  Es uniformiert oder entfremdet bzw. verfremdet oder überidentifiziert Wirklichkeitsbereiche, in die es eingedrungen ist.
S. a. das Selbst und das Fremde im Abschnitt `Störung der Identität der Person´.
Die Es dieses Aspektes haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.
Zur Entstehung von Paradoxien siehe a4.

zu a3: Bereich der Realität

Bezüglich der Es-Wirkung in diesem Aspekt kann man formulieren:  Es derealisiert, verfälscht oder überrealisiert von ihm dominierte Wirklichkeitsbereiche.
Hypothese: Nicht nur die Es in diesem Aspekt, sondern alle Es auch der anderen Aspekte führen zu mehr oder weniger großem Realitätsverlust und Realitätsverzerrung. Es werden künstliche Realitäten erzeugt und Realität wird verfremdet und verzerrt wahrgenommen. Wirklichkeiten und Möglickeiten werden verwechselt.
(Analog dazu im Sprachgebrauch: Verwechslung von Indikativ und Konjunktiv).  
Andererseits kann ein Teil der Realität durch Hyperrealisierung bzw. in Form von Hyperrealität zu eindeutig und zu einseitig werden.
Beispiel für diese Veränderungen: In den Finanzmärkten findet man einerseits viel Virtuelles (in Form von für den Normalbürger unsichtbaren Transaktionen), andererseits Hyperreales in dem Sinn, dass diese Gelder auf den Cent genau angegeben werden können und eine reale Macht erlangt haben, die viele Menschen beherrscht.
Wie sehr Arroganz und Ignoranz zu Realitätsverlust und Verzerrung führen, zeigen viele Diktaturen wie z.B. auch die letzte DDR-Führung. Allgemein kann man sagen, dass jede Ideologie zu Realitätsverlusten und -verzerrungen führt.

zu a4: Einheit (und Spaltungen)

Bezüglich der Es-Wirkung in diesem Aspekt kann man formulieren:  Es chaotisiert oder spaltet oder fusioniert untergeordnete Wirklichkeitsbereiche.
Bezüglich der Umkehr in diesem Aspekt kann man formulieren: Teilweises oder Uneinheitliches bzw. relativ Einheiten wurden durch eine Inversion zu quasi absoluten Einheiten, die nun als entsprechende Es eigentliche Einheiten, wie auch eigentliche Teile, verändern, vor allem spalten oder ausschließen (wie oben angegeben).
Das Es hat, wie wir sahen, die Tendenz zu expandieren und Anderes zu unterdrücken, um seinen Herrschaftsbereich zu vergrößern. In der Regel tut es das dadurch, dass es sich anbiedert, als angeblicher Freund oder Helfer darstellt und so Andere/s zu ködern versucht. Einige werden das Spiel mitmachen, lassen sich vereinnahmen und werden dann Mitmacher und Partizipanten des Es. Sie bilden dadurch den (aktiven) Relativbereich des Es, während Anderes unterdrückt und geopfert wird.
So entstehen neue fremde (nf) Einheiten mit neuen, fremden Grenzen.
Für diese nf Einheiten stehen auch die Begriffe wie nf Systeme, bzw. Systeme², FA-bestimmte Verbände, Verbundsysteme, nf Komplexe usw.
Die Es dieses Aspektes  haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.

Zu Spaltungen, Fusion bzw. Kompression


           


Die Es bewirken auch Spaltungen und die Bildung von Gegensätzen, können aber auch durch Fusionen und Kompressionen „Hypereinheiten" bilden.
Genauer:
Etwas wird z.B. in einer „digitalen“, Entweder-oder-Entscheidung einseitig festgelegt und komprimiert und sein Gegenteil abgespalten. z.B. reich ist nur gut, arm ist nur schlecht. Die Spaltung verläuft dann zwischen arm und reich.
Es gibt keine Zwischenstufen. Es reduziert bzw. komprimiert sich dann auf arm oder reich - sonst nichts (0).
Es entsteht ein „fusioniertes Gespaltenes“/ „komprimiertes Gespaltenes“ sonst nichts -
vergleichbar mit einem Ehepaar in Scheidung, das zerrissen und verclincht zugleich ist.
Oder vergleichbar mit jenem Menschen, der sein Gegenüber hasst und dennoch braucht, gleichzeitig verfeindet und abhängig ist. (s.a. Bifurkation und Koppelung bei Paradoxie, ggf. Chaostheorie).

Die Hauptspaltungen:
Hier dargestellt anhand Alles²- oder- Nichts² als wichtige Repräsentanten einer zweitrangigen Wirklichkeit, die nicht nur in sich gespalten ist, sondern auch von einer erstrangigen Wirklichkeit (hier dargestellt als AR¹) abgespalten ist.

               

Man kann bei den Spaltungen bzw. Gegensatzbildungen unterscheiden zwischen:
1. Spaltungen zwischen Teil und Gegenteil.
a. konträr
b. kontradiktorisch
2. Spaltungen eines Teils in sich.
3. Spaltung zwischen erstrangiger und zweitrangigen Wirklichkeiten.
Auch bei den Fusionen wird man unterscheiden können zwischen:
1. Fusionen zwischen verschiedenen Teilen.
2. Fusionen zwischen verschiedenen Anteilen eines einzigen Teils.
Spaltungen oder Fusionen (Kompressionen usw.) bedingen und verstärken sich gegenseitig, bestehen neben- oder nacheinander.

 

Tabelle: FA- und Gegen-FA- Eigenschaften und ihre gegensätzlichen Wirkungen

FA-Eigenschaften

Gegen-FA- Eigenschaften

FA-Eigenschaften

von der Hauptwirkung her:

Gegen-FA -Eigenschaften

von der Hauptwirkung her:

zu absolut

absolutistisch

zu relativ

relativistisch

zu selbst
überidentisch

selbstherrlich

zu fremd

verfremdend

zu eigentlich
hyperreal

hyperrealistisch

falsch, irreal
 zu uneigentlich

lügnerisch
unrealistisch

zu einheitlich
zu einseitig komprimiert

monistisch
vereinseitigend
komprimierend

zu uneinheitlich gespalten

spaltend

zu primär,
 extrem

zentralistisch
fundamentalistisch extremistisch

zu sekundär
zu unsicher

unzuverlässig
verunsichernd

zu unbedingt
zu nötig bedingungslos

nötigend

zu bedingt

egalistisch

zu unabhängig
zu automatisch

automatisierend

unfrei

servil

Zur Entstehung von Paradoxien

Hypothesen:
Paradoxien können entstehen,
1. durch Inversionen, d.h., wenn Erstrangiges zweitrangig oder Zweitrangiges erstrangig wird.
(Dass, wie bekannt, durch die Verwechslung von Objekt- und Metaebene Paradoxien entstehen können, sagt Entsprechendes aus.)

2. Wenn FA ihren Charakter ändern,
                a) wenn ein oder mehrere gleiche FA gegensätzlich werden.
                b) wenn ein oder mehrere gegensätzliche FA gleich werden.

                              

                Die Abbildung soll die Hypothese 2a) veranschaulichen:
                Von links soll dargestellt werden, wie bei einem anfänglich ganz positiv verabsolutierten Pro-FA immer mehr seine
               
negative Kehrseite deutlich wird. (Auf die Darstellung des 0- Anteils habe ich hier verzichtet).
                Das 4. Symbolbild von links zeigt eine gleiche Ausprägung von negativen und positiven Anteilen dieses FA, das hier               
                
schließlich in sein Gegenteil (Gegen-FA) umkippt.
                 Dasselbe FA kann also paradoxerweise ganz unterschiedliche Konnotationen annehmen.


Paradoxien bestehen:
1. wenn Erstrangiges invertiert wurde, d.h. zweitrangig ist oder Zweitrangiges erstrangig ist.
2a) Wenn Gleiche(s)* paradoxerweise gegensätzlich sind oder wirken.
b) Wenn zwei oder mehrere Gegensätzliche* paradoxerweise gleich sind oder gleich wirken.

               
    Diese Abbildung soll zeigen, dass ein FA ganz gegensätzlich konnotierte Teile, bzw. ganz unterschiedliche FA gleich konnotierte Anteile haben können.
    D.h. man kann also paradoxerweise dasselbe FA ganz gegensätzlich oder ein Pro-FA wie ein Gegen-FA erleben, wenn die negative Seite des Pro-FA im Vordergrund steht.
    Oder, um eine andere Konstellationen zu nennen: Man kann paradoxerweise sowohl ein Pro-FA als auch ein Gegen-FA ganz nichtig erleben usw.

Der Abbildung in `Zusammenfassende Übersicht über alle Kräfte / Valenzen / Beziehungen innerhalb eines Es´ kann man alle Möglichkeiten von Paradoxien innerhalb eines Es entnehmen. Sie zeigt aber auch alle Paradoxiemöglichkeiten zwischen verschiedenen FA/Es an, wenn man noch entsprechende Co-formen mit hinzunimmt. Paradoxien stellen sowohl die dort angegebenen Pakte, als auch Feindschaften und Annullierungen dar, denn an sich, ursprünglich und nicht verabsolutiert, bilden diese Phänomene keine Pakte (Gleiche), Feindschaften (Gegensätzliche) oder Neutrale, sie sind nur durch Inversionen paradoxerweise zu solchen geworden.[14]
zu a5: Bereich des Unbedingten

                Die Es in diesem Aspekt verunsichern bzw. „entsichern“, fehlprogrammieren oder determinieren und fixieren vor allem. Das entsprechende Es erzeugt also Fixierungen, bedingt Unbedingtes, stellt Vorbedingungen, nötigt, lässt keine Ausnahme zu - und andererseits: Es entbindet völlig, lässt völlig los.
Relativ Bedingtes (oder nur rel. Unbedingtes) wurde durch Inversionen nf Unbedingtes/ oder ganz bedingt - und macht als Es nun Unbedingtes zu nf Bedingtem oder rel. Un-Bedingtem.
Folge: Etwas wird zu festgelegt, determiniert oder zu unbestimmt.
Es resultieren Verlust/ Störung der Konstanz und Sicherheit einerseits und der Freiheit andererseits. Sie locken gleichzeitig mit Hypersicherheit und Hyperfreiheit.
Die Es sind Fixationsstellen, d.h. sie fixieren Wirklichkeiten und uns als Personen und/ oder sie bekämpfen oder lösen erstrangige Sicherheiten auf.
Die Es dieses Aspektes haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.

zu a6: Bereich des Primären

 Die Es in diesem Aspekt entwurzeln bzw. nivellieren, verrücken oder extremisieren.
Die Es wurden durch eine Inversion nf Grund, Zentrum, Quelle, Primäres und als solches machen sie eigentliches Unbedingtes und Primäres (wie auch anderes Absolute) zum Sekundären oder negieren es.
Sie erzeugen gleichzeitig „Hyperzentren" und „Hypersursachen" (z.B. in Form falscher primärer Ursachen). Auch: Folgen werden wie Ursachen/ und Ursachen werden wie Folgen oder nf Nichtiges.
Die FA/Es-Komplexe sind so oft wie Exponenten: Sie potenzieren etwa eine negative oder positive Situation. Dabei ist der Exponent in der Dynamik wichtiger als die Grundzahl. Man könnte sagen, wenn der Exponent 1 ist, dann hat die Situation nur eine relative Bedeutung, im anderen Falle bei Vergrößerung des Exponenten entstehen die für die Es typischen ungünstigen Dynamiken.
Hypothese: Alle Inversionen bzw. FA/Es-Komplexe führen zu mehr oder weniger großem Verlust an Übersicht/ Metaebene/ „Horizont".
Auch: Die Es dieses Aspektes haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.

zu a7: Bereich der Unabhängigkeit

Die Es in diesem Aspekt entselbstständigen, beherrschen oder automatisieren vor allem.
D.h. WPI wird durch sie v.a. entselbstständigt, beherrscht oder automatisiert.
Etwas Relatives, Abhängiges und Unselbständiges wurde durch eine Inversion quasiabsolutes Unabhängiges und macht als Es dieses Aspekts eigentliches Unabhängiges unselbständig, beherrscht es oder automatisiert es.
Die Es dieses Aspektes haben zusätzlich die Wirkungen der Es der anderen Dimensionsaspekte.

Differenzierungs-Änderungen

Die 4 Hauptdifferenzierungsbereiche SLQ Z

Übersicht über Veränderungen:

 

Es macht:

Opferbereich

Störungsbereich

Hyperformen, Partizipanten[15]

Sein
Leben Qualitäten
Zshg.
Subj/Obj.

Es zerstört
    tötet
    dequalifiziert
    dekontextualisiert     desubjektiviert

Es materialisiert
    funktionalisiert
    fehlqualifiziert
    fehlkontextualisiert
    instrumentalisiert (zum Objekt gemacht)

Es ideologisiert
    hypervitalisiert
    hyperqualifiziert
    hyperkontextualisiert     hypersubjektiviert

 

zu I. Störung des Seins 

„Es geschieht immer das gleiche in der Geschichte:
Ein Ideal, eine erhabene Idee vergröbert sich, wird materialisiert.“ (B. Pasternak)


Die Es zerstören, materialisieren oder ideologisieren/ `fehlvergeistigen´ WPI.
Es entsteht insbesondere ein Verlust des ursprünglichen Geistes (Entgeistigung bzw. Entseelung), zusätzlich aber auch ein Verlust an ursprünglicher Materie (Entmaterialisierung).
Die ursprüngliche, erstrangige Wirklichkeit ist geistig bestimmt. Das Es, das aus einem Etwas entstand, ist materieller oder pseudogeistiger Natur. Die aus dem Es entstehenden zweitrangigen Wirklichkeiten sind also vor allem materiell bzw. materialistisch verändert (oder `spiritistisch). Mit anderen Worten: Die eigentliche Welt hat einen erstrangigen Geist  im Zentrum und das Materielle ist untergeordnet. Nun aber hat ein Materielles (oder nf Geistiges) das geistige Zentrum besetzt, imitiert dieses und bildet 2. Wirklichkeiten.
Das bedeutet auch, dass in diesen Es-bestimmten 2. Wirklichkeiten mechanische bzw. physikalische Gesetzmäßigkeiten und Abläufe in den Vordergrund treten und über den Geist¹ dominieren können (oder ein Geist² dominiert). Es bedeuted auch, dass dieses zweitrangige Sein entweder ein überwiegend Materielles, Objekthaftes, Dingliches ist und dass diese Wirklichkeiten eintöniger und mechanisierter sind und die Personen, die so konstituiert sind, in die Nähe von Robotern und Maschinen kommen und eine entsprechende Dynamik v.a. im Sinne von Funktionen haben - oder es ist ein Sein voller `fremder Geister´ oder es besteht beides nebeneinander. (Siehe auch entsprechendes Erleben v.a. in einer Psychose. Dazu später mehr).
Da die Gesamtwirklichkeit, die ganze Welt sowohl aus erstrangiger Wirklichkeit und vielen zweitrangigen Wirklichkeiten/ Welten besteht, tritt dieser oben beschriebene Charakter der 2. Wirklichkeiten jedoch immer nur unvollständig in Erscheinung. Die Gesamtwirklichkeit wird aber umso mehr zum Materiellen, Dinglichen und Funktionalen (oder Spiritistischen) hin verschoben, je mehr diese 2. Wirklichkeiten existieren oder dominieren.

zu II. Störungen des Lebens (Umkehr Leben und Funktionieren)

Das prinzipielle Geschehen in diesem Aspekt lautet:
Die Es gewinnen an Leben und Vitalität und WPI funktioniert nur noch oder stirbt.
Nur in der Rolle eines Partizipanten wird WPI vorübergehend hyperbelebt.
Es ist typisch für P², das Gefühl zu haben, nur noch zu funktionieren (und nicht mehr zu leben).
(Siehe: Es-Wirkungen nur auf die Person). Das kann aber auch auf ganze Gesellschaften zutreffen.

zu III: Störungen und Umkehr der Qualitäten

Die Es in diesem Aspekt haben an absoluter Qualität gewonnen (und bauen diese noch aus) und geben WPI nur noch eine relative oder keine Qualität mehr. Sie dequalifizieren oder fehlqualifizieren WPI. Die Fehlqualifikation kann allerdings auch darin bestehen, dass sie WPI in der Rolle eines Partizipanten eine übergroße, quasi-absolute Bedeutung geben. Diese kann, wie für sie selber, positiv oder negativ konnotiert sein.
Die Umkehr der Qualifikation kann auch darin bestehen, dass die Es negative oder positive Qualitäten verkehren. D.h. das, was ursprünglich von relativ positiver Bedeutung war, bekommt jetzt eine negative, bzw. was ursprünglich eine negative Bedeutung hatte, wird jetzt positiv bewertet. Diese Qualitätsumkehr ist aber selten eine situative oder kurzfristige, was normal sein könnte, sondern eine generelle und langfristige - eine Umkehr, die als wichtig und eigentlich erlebt wird. Das an sich relativ Negative wird zu positiv und das an sich relativ Positive wird zu negativ erlebt; z.B. Krankheit ist besser als Gesundheit, die Objektrolle ist besser als die Subjektrolle usw. Auch: Perfektionismus → Das Beste/ Ideale ist der größte Feind des Guten und macht das Gute kaputt.

zu IV: Störungen und Umkehr der Subjekte, Objekte und Kontexte

Die Es, als ursprüngliche Objekte, sind durch die Inversion in eine Subjektrolle gekommen und machen ursprüngliche Subjekte, vor allem Personen zu Objekten, die von ihnen abhängen.
WPI² ist so nicht mehr Herr Im eigenen Hause. Es hat die primäre Ursache für Veränderungen an die Es abgegeben. (Zum Glück nur so lange, solange WPI sich dem Es unterwirft).
Diese Subjekt-Objekt-Umkehrung bespreche ich bei den Es-Wirkungen auf die Person näher.
Die Es machen in diesem Aspekt weiterhin Störungen der Zusammenhänge: Relative Zusammenhänge werden zu unbedingten, absoluten Zusammenhängen (z.B. Schuld - Strafe) und, parallel dazu, relative Trennungen zu absoluten. Es entstehen dadurch nebeneinander Fehlverbindungen und Fehltrennungen.

Änderung der Einheiten

Es-Wirkungen bezüglich der Einheiten in ihrem Machtbereich.

Übersicht

Die Es verändern pr Einheiten, die sie besetzt haben, wie folgt:
1. Bestimmte pr Einheiten oder deren Bereiche bekommen einen ähnlichen Charakter wie das entsprechende Es selbst und werden so zu Partizipanten bzw. Mittätern. Sie werden dann z.B. zu absolut, überidentisch usw. und fungieren als sekundäre Subjekte². Zu Partizipanten werden vor allem Einheiten die den jeweiligen Es ähnlich sind und so in eine Co-Position kommen.
2. Ein anderes Teil wird als feindlich angesehen und deshalb gestört, unterdrückt, verfremdet, überrelativiert usw. (Störungsbereich). Gestört werden vor allem erstrangige absolute Einheiten (Alles, Gott, Person, Ich) oder andere Es, wenn sie dem beherrschenden Es entgegenstehen.
Ein 3. Teil wird vernichtet und geopfert (Opferbereich). Dabei handelt es sich vor allem um erstrangige relative Bereiche oder um zweitrangige Absolut- oder Relativbereiche. Die erstrangigen absoluten Einheiten können letztlich nicht vernichtet, sondern nur gestört werden, was für die Therapie von Wichtigkeit ist.

 

Opferbereich

Störungsbereich, Gegner

Partizipanten[16]

E1
2
3
4
5
6

vernichtet
verneint
entpersonalisiert
entindividualisiert
entgeistigt, entseelt
kastriert

vereinzelt
profaniert
verdinglicht
vermasst
somatisiert
vermännlicht, -weiblicht, -sächlicht

totalisiert
vergötzt, verteufelt
hyperpersonalisiert
hyperindividualisiert
ideologisiert
sexualisiert

 

1. Negierung (Alles oder Nichts)

                                                                                                              „Seit Kopernikus scheint der Mensch auf eine schiefe Ebene geraten.
                                                                                                              Er rollt immer schneller nunmehr aus dem Mittelpunkt weg - wohin? Ins Nichts?“ F. Nietzsche


 Die Hauptwirkung in diesem Aspekt ist: Die Es vernichten.
Genauer: Sie totalisieren sich (oder Co-Formen, Partizipanten) weiter und vernichten oder relativieren alles andere. D.h. sie erzeugen Alles* oder Nichts*.[17]
Im Detail (nach Auszug aus der Übersichtstabelle ):

Es ist nfb[18]:

Charakter des Es:

WPI wird:

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Alles, Totales
Einzelnes
Nichts (f0)

totalitär
reduktionistisch
nihilistisch

negiert
vereinzelt
totalisiert

↓ Alles, Einzelnes, Nichts
Negiertsein, Vernichtetsein
↑Alles² (Totales) / Vereinzeltes/ Nichts²

bzgl. „Richtung“:

WPI wird:

als pr Einheiten:

pro
kontra
0

zu gleich
zu gegensätzlich
nichtig

Partizipanten
Feinde, Gegner
Opfer


Die Es, als neue, fremde, bestimmende, in sich gegensätzliche Kräfte, treten hier als nfb Alles, Einzelnes und Nichtsauf; Als Ideologien vor allem in Form von Totalitarismus, Reduktionismus und Nihilismus und wirken auf WPI vor allem nihilistisch, totalitär oder reduktionistisch, sodass WPI vor allem vernichtet, vereinzelt, z.T. aber auch (als Partizipanten) totalisiert wird. Dadurch kommt es insbesondere zu einem Verlust von erstrangigem Alles, Einzelnem und Nichts. Es entsteht hauptsächlich der Zustand des Vernichtetseins bzw. Negiertseins. Stattdessen etablieren die Es in diesem Bereich sich und ihre Partizipanten in Form von zweitrangigem Alles bzw. Totalem oder Nichtigem. Die Wirklichkeit erscheint deshalb entleert, vereinzelt oder aber totalisiert.
Die Spaltung, die daraus resultiert, können wir „Alles-oder-Nichts-Spaltung“ nennen.
Es „will“ Alles* oder Nichts*. Es will primär sich. Deshalb will Es auch kein W¹, weder +W¹ noch –W¹, weder Gott, aber auch nicht den richtigen Teufel, auch nicht die entscheidungsfreie Person.
Motto: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. So spaltet es auch die Wirklichkeiten.
WPI wird nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz programmiert und reagiert dementsprechend.
Hierher gehört auch die zunehmende Digitalisierung der Welt, des Lebens mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn das Materielle digitalisiert wird, hat das eher Vorteile, wenn jedoch der Mensch insgesamt digitalisiert wird,[19]entstehen erhebliche Nachteile, denn das Lebendige fällt weg.[20] (s.a. STW Dichotomie).
Durch entsprechende Pro-Es wird WPI zu gleich und es bilden sich v.a. Partizipanten.
Durch entsprechende Kontra-Es wird WPI zu gegensätzlich und es bilden sich Feindliches, Gegner.
Durch entsprechende 0-Es wird WPI nichtig und es entsteht ein Opferbereich.
Die Es können über diesen Aspekt hinaus nicht nur die anderen pr Einheiten vernichten oder vereinzeln oder totalisieren, sondern wirken sich ähnlich auf alle Dimensionen und Differenzierungen in ihrem Herrschaftsbereich aus.
Zur Expansion:
„Es expandiert“. R wird Alles*. Vorher war es etwa nur Besitz, jetzt aber auch Kraft, Ordnung usw. - d.h. es differenziert sich bildet ein ganzes Es und wirkt auch über alle Aspekte. (bzgl. Spaltungen s. bei a4)

2. Profanierung

 Die Hauptwirkung in diesem Aspekt ist: Die Es profanieren.
Genauer: Sie transzendieren sich (oder Co-Formen) weiter und verneinen oder profanieren alles andere.
Im Detail (nach Auszug aus der Übersichtstabelle ):

Es ist nfb:

Charakter des Es:

WPI wird:

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Götze
Teufel
Immanentes

spiritistisch
teuflisch
atheistisch

verneint
profaniert
verteufelt, vergötzt

 ↓ +A¹ Gott Liebe Sinn
→ Gott-,Lieb-, Sinnlosigkeit
 ↑ FA Götze/ Dämon, Welt*

Die Es, hier als nfb Transzendentes (Götze, „Teufel“) oder nfb Immanentes (Irdisches bzw. „Welt“), als Ideologien vor allem in Form von Aberglauben, Spiritismus, Säkularismus und Atheismus profanieren, verteufeln oder vergötzen WPI. Dadurch verliert WPI vor allem erstrangiges positives Absolutes (Gott, Liebe, Sinn), dadurch entsteht ein Zustand von Gottlosigkeit, Lieblosigkeit und Sinnlosigkeit. Zustände oder Situationen werden, bezüglich dieses Aspektes, gottlos, zu profan, vergötzt oder verteufelt. Und schließlich wird das erstrangige positiv Absolute ersetzt durch entsprechende zweitrangige Absolutheiten.
Die Es können über diesen Aspekt hinaus nicht nur die anderen pr Einheiten, sondern auch die Dimensionen und Differenzierungen in ihrem Herrschaftsbereich in diesem Sinne verändern.

3. Verdinglichung

Die Hauptwirkung in diesem Aspekt ist: Die Es verdinglichen v.a. Personales (und personalisieren sich u.a. Dinge).
Im Detail (nach Auszug aus Übersichtstabelle ):

Es ist nfb:

Charakter des Es:

WPI wird:

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Fremd-Personales Entpersonalisiertes Verdinglichtes

fremdpersonal
unmenschlich
konkretistisch

entpersonalisiert (verdinglicht) fehlpersonalisiert hyperpersonalisiert

Personalität
→keine Personalität
↑Ersatz-Person, Homunkulus, Roboter

Die Es, hier vor allem als nfb Personales oder Entpersonalisiertes oder zu Verdinglichtes - als Ideologien vielleicht vor allem in Form von Konkretismus, Naturalismus oder Anthropozentrismus - entpersonalisieren und verdinglichen Personales, fehlpersonalisieren und hyperpersonalisieren aber auch. Dadurch entsteht v.a. ein Zustand von Entpersönlichung, Übersachlichkeit (oft verbunden mit entsprechender Kälte). Personen funktionieren dann wie Dinge oder Maschinen oder Roboter.[21]
Die Es können über diesen Aspekt hinaus nicht nur die anderen pr Einheiten, sondern auch die Dimensionen und Differenzierungen in ihrem Herrschaftsbereich in diesem Sinne verändern.
(Ausführliche Darstellung s. Kapitel `Es-Wirkungen auf P).

4. Überanpassung

 Die Hauptwirkung in diesem Aspekt ist: Die Es entindividualisieren und überanpassen, vermassen.
Im Detail (nach Auszug aus Übersichtstabelle ):

Es ist nfb:

Charakter des Es:

WPI wird::

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Fremd-Ich
Entindividualisiertes
Masse

selbstherrlich egoistisch
/devot servil

entindividualisiert  vermasst
fehl-, hyperindividualisiert

Ich, Individualität und Gemeinschaft
Ichverlust, „Duverlust“
↑Nicht-Ich, Fremd-Ich, EGO

Die Es, in diesem Aspekt, vor allem als verabsolutiertes (oder negiertes) Ich - als Ideologien vor allem in Form von Egozentrismus, Individualismus, Kollektivismus und Konformismus zu finden - entindividualisieren, vermassen, überanpassen vor allem Personen/ oder fehl-, oder hyperindividualisieren diese.
Die entsprechenden zweitrangigen Wirklichkeiten sind gekennzeichnet durch Verlust an erstrangigem Ich, d.h. individueller Persönlichkeit und dem Fehlen von echten Gemeinschaften. Menschen werden in Gemeinschaften vereinzelt und ausgegrenzt; Es entstehen antisoziale Tendenzen. Die Defizite werden z.T. kompensiert durch Personen, die kein eigentliches Ich, sondern nur Fremd-Ichs oder Egos (Hyper-Ichs) haben.
(Ausführliche Darstellung s. Kapitel `Es-Wirkungen auf P).

5. Entgeistigung, Entseelung

Die Hauptwirkung in diesem Aspekt ist: Die Es machen seelen- und geistlos und somatisieren (sich, etwas).
Im Detail (nach Auszug aus Übersichtstabelle ):

Es ist nfb:

Charakter des Es:

WPI wird:

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Geistiges, Seelisches, Körperliches

geist-, seelen- u. leibfeindlich
ungesund
/geist-, seelen- u. leib-idealisierend

entgeistigt, entseelt /f.somatisiert ideologisiert

↓ eigtl. Geist, Seele, Körper
→Geist-, Seelenlosigkeit, Krankheit
↑Ersatz durch nf geistige, psychische und körperliche Anteile

Die Es, in diesem Aspekt nfb Geistiges, Seelisches und Körperliches genannt, negieren oder töten gar eigentliches Geistiges, Seelisches oder Körperliches oder verändern dieses. In entsprechenden Systemen entstehen Zustände von Geist- und Seelenlosigkeit, z.B. Etwas wird sinnlos oder geistlos /oder ideologisiert.
Es-Wirkungen dieses Aspektes finden sich in allen Ideologien, sonst, bezüglich des Geistigen, z.B. im Spiritismus, bezüglich des Seelischen am ehesten in einem Psychologismus, bezüglich des Körperlichen im sogenannten Healthismus, auch im Hedonismus. Die Defizite in diesem Aspekt werden z.T. kompensiert durch nf geistige oder psychische oder körperliche Anteile.
Die Es können über diesen Aspekt hinaus nicht nur die anderen pr Einheiten entgeistigen und entseelen, sondern auch die Dimensionen und Differenzierungen in ihrem Herrschaftsbereich in diesem Sinne verändern.

6. Störung des Geschlechts

Die Hauptwirkung der Es in diesem Aspekt ist: die Es stören die Geschlechter(-liebe, -rollen).

Es ist nfb:

Charakter des Es:

WPI wird:

↓ Verlust von...¹
→ Folge des Verlusts
↑ Ersatz durch...²

Geschlecht, -Liebe, -Rolle/  Sächlichkeit

sexistisch
zwittrig
geschlechtslos

kastriert/verweiblicht, -männlicht, sexualisiert versext

↓ Sex, Liebe Geschlecht
→ohne Sex ohne Liebe
↑Ersatzsex, -liebe

Die Es in diesem Aspekt stellen v.a. neue fremde bestimmende „ Geschlechter“ oder Geschlechtsrollen dar. Die Es erscheinen v.a. kastrierend oder sexistisch. Genauer: Die Es wirken vor allem kastrierend-versächlichend oder zu vermännlichend oder zu verweiblichend oder zu sexualisierend. Es kommt zu einem Verlust eigentlicher Sexualität, Liebe oder Geschlechtlichkeit. D.h. die Person wird zu neutral, steril oder asexuell oder zu maskulin, zu feminin oder zu zwittrig. Die entstandenen Defizite werden z.T. kompensiert durch ersatzhafte Sexualität bzw. Liebe, durch invertierte Geschlechterrollen.
Die Es können über diesen Aspekt hinaus nicht nur andere pr Einheiten, sondern auch die Dimensionen und Differenzierungen in ihrem Herrschaftsbereich in diesem Sinne stören.

Zu weiteren Differenzierungsaspekten

(Die Einzelaspekte der pr Einheiten 1-6 habe ich oben besprochen).
   

 


Aspekt:

Störungen von WPI durch das Es

 

 

Opferbereich

Störungsbereich, Gegner

Partizipanten

7

sein

erkaltet, betäubt

ängstigt, droht

puscht, berauscht

8

wollen

demotiviert, lähmt

treibt an, fehlmotiviert

überstimuliert, reißt hin

9

haben

beraubt, entleert, ausgebeutet

besessen

übersättigt, verwöhnt

10

können

geschwächt, unmöglich gemacht

dressiert

fehlpotenziert

11

müssen

durcheinandergebracht, entordnet

gezwungen, genötigt

übergeordnet

12

sollen

desorientiert

fehlreguliert, irritiert
reglementiert

moralisiert

13

dürfen

gehemmt, gefangen

verführt

unkontrolliert

14

erzeugen

übernüchtert, sterilisiert, stereotypisiert

fehlgeneriert

überwuchert

15

tun

inaktiviert, gelähmt

verkrampft, fehlbehandelt, maschinisiert

hyperaktiviert

16

wahrnehmen

verdummt, blendet, nicht informiert

fehlinformiert, getäuscht, belogen

 überinformiert, verbildet

17

wiedergeben

verdrängt, maskiert, verschlossen, verleugnet

verzerrt, verrückt,
falsch wiedergegeben

hervorgezerrt

18

werten

entwertet, verachtet, missachtet, erniedrigt

falsch bewertet

überhöht, glorifiziert, überbewertet

19

Vergangenes

infantilisiert, enterbt, hält klein,
wirft, -hält zurück

fehlgeprägt,
traumatisiert

hängt nach, chronifiziert

20

Gegenwärtiges

gedrängt, gehetzt, keine Zeit

falsche Zeiteinteilung, empfinden

vertröstet, hält hin, verzögert, auch lähmt

21

Zukünftiges

enttäuscht, unvorbereitet

fehlgeplant,
verplant

"utopisiert"

22

mit +/− umgehen

unkorrigiert, unvergeben, bagatellisiert

beschuldigt, verurteilt, verdammt

überkompensiert

23

abwehren

entblößt, gefährdet

überwältigt, traumatisiert, frustriert

gepanzert

Einzelne Beispiele zu diesen Aspekten werde ich im Kapitel der Es-Wirkungen auf die Person anführen.

Darstellung verschiedener fremder Wirklichkeiten

Allgemein formuliert glaube ich, dass die Es auf unsere Welt insgesamt wirken.  Dadurch kommt es zu einem Nebeneinander erst- und zweitrangiger Wirklichkeiten. (Siehe Abschnitt ` Das Nebeneinander verschiedener Wirklichkeiten´ ). Hier folgen konkrete Beispiele.

Konkret: z.B. unterschiedliche Gesellschaftssysteme

    Alle Gesellschaftssysteme zeigen mehr oder weniger die Folgen oben genannter Es-Wirkungen. z.B. Spaltungen in: arm/ reich; mächtig/ ohnmächtig, lebendig/ getötet usw. Oder in Form konträrer Gesellschaftsordnungen wie Kommunismus/ Kapitalismus; oder in Form tödlicher Ideologien, deren Folge Holocaust, Genozide, Rassenwahn, Nationalismen usw. sind. Auch sie sind nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip aufgebaut, bzw. in Opfer-, Störungs- und partizipierende Bereiche einteilbar.
Wie gesagt, zeigen alle 2.Wirklichkeiten mehr oder weniger die o.g. Charakteristiken und dies umso ausgeprägter, je mehr, wie erwähnt, Negatives positiv fehlverabsolutiert oder Positives negativ fehlverabsolutiert wurde. Anders gesagt: In einer Gesellschaft, in der Brutalität und Menschenverachtung, Aggressivität, Krieg usw. positiv bewertet sind und gleichzeitig gegenteilige Strömungen unterdrückt werden, wird sich umso mehr der negative genannte Charakter dieser 2. Wirklichkeiten zeigen, während andererseits eine Gesellschaft, in der das Humane, Friedliebende hochgehalten wird und damit der eigentlichen positiven Welt sehr ähnlich ist, weniger verfremdet, weniger gespalten und auch weniger gestört ist. Dennoch wird sich auf dieser Erde auch keine noch so perfekte Gesellschaft ohne die genannten zweitrangigen Folgen bilden können.
Heutzutage bestehen starke Spaltungen zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern, zwischen Armen und Reichen. Neue, fremde Einheiten bilden sich unter dem Druck der Globalisierung. An bestimmten Orten wird Kapital konzentriert und befindet sich zunehmend in der Hand neuer dominierender Gruppen, während andererseits Menschen dafür an den Rand gedrängt, ausgegrenzt oder gar getötet werden. In solchen Systemen finden sich überall fremde Prioritäten, fremde Einheiten, Totalisierungen, Spaltungen, Ausgrenzungen, und Wertungen, Einschränkungen und Konzentrationen usw.
(Beispielhaft etwa in: Stefan Wolle: `Die heile Welt der Diktatur´).

Unterschiedliche Umwelten

FA/Es-Komplexe und ihre Folgen sind auch außerpersonell zu finden.
Etwa in: Umweltschäden, Waffenarsenalen usw. - alle Ausdruck des FA/Es und mit (Rück)wirkung auf den Menschen.
Familien siehe später.

Virtuelle Welten

Die virtuellen Welten, die zunehmend eine große Rolle spielen, gehören auch dann hierher, wenn sie den Menschen beherrschen.

Ideologien

     Hierher gehören wichtige Geisteshaltungen, Ideologien, gegebenenfalls Religionen mit ihren jeweiligen Akzenten, wenn sie den Menschen beherrschen. Sie sind nicht das Böse an sich, denn alle haben auch positive Anteile. Man sollte sie nicht bekämpfen, sich mit ihnen aber auseinander setzen und versuchen, sie mit ihren positiven Aspekten zu integrieren.
Beispiel: Die meisten Ideologien verabsolutieren den Menschen oder idealisieren bestimmte Charaktereigen-schaften. Das ist unrealistisch und überfordernd. Der Mensch ist in seiner Kraft begrenzt, in seiner Moral eingeschränkt, sein Wissen ist Stückwerk. Er ist sterblich. Man redet uns aber ein, wenn wir uns nur genügend anstrengen, es vielleicht genauso gut machen wie dieser oder jener Held, dann erreichen wir das Ziel schon, dann wird alles gut. „Nichts ist für den Menschen unmöglich“ lautet eine Devise. Andere „Propheten“ sagen uns, wenn wir immer brav sind und an die Kirche (als Institution oder an deren Vertreter) glauben und regelmäßig unsere Kirchensteuern bezahlen, dann ist alles gut. Sie setzen die Kirche oder bestimmte Personen an die Stelle Gottes. Wieder andere Ideologien oder Religionen glauben, sich durch viele Reinkarnationen, also über viele Leben hinweg, selbst erlösen zu können. Wiederum andere sagen uns, dass es letztlich die guten Taten sind, die uns zum Ziel bringen. Noch andere raten uns, nach dem Lustprinzip zu leben usw.
Das sind ja noch die relativ guten, weniger destruktiven, wenn auch überfordernden Ideologien. Die gefährlicheren Ideologien sind offensichtlicher: der Wille zur Macht als höchstes Prinzip, Geld als höchstes Prinzip oder die Rasse oder ein Führer und so weiter und so fort. (Im Teil `Metapsychologie´ untersuche ich die bekanntesten Ideologien und Religionen in ihrer Wirkung auf unsere Seelen näher).
Außerdem gibt es noch unzählige, quasi private, Ideologien mit den verschiedensten Fixierungen und Verabsolutierung, die keinen eigentlichen Namen haben, dennoch aber in uns eindringen können, und dann als das, was ich hier Es nenne, in uns wirken.
Überall herrschen Alles-oder-nichts-Prinzipien. Es wird schwarz-weiß gemalt und Extreme bestimmen das Bild. Manche Menschen und manche Ideen stehen ganz im Zentrum, andere wiederum werden an den Rand gedrängt oder liquidiert (in den Null-Bereich gebracht).
In den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte gab es die unterschiedlichsten Fehlverabsolutierungen, meistens an den herrschenden Ideologien zu erkennen, mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen - immer wieder neue Formen und Vollzüge, die entstanden sind, die sich aber letztlich ab einem bestimmten Punkt alle gleichen und immer wieder dieselben „Spiele“ repräsentieren.
Ich habe in diesem Kapitel diese Thematik so allgemein wie möglich behandelt und versucht, unter dem Begriff der zweitrangigen Wirklichkeiten/ Welten Allgemeines zusammenzufassen, weil der Mensch in diesen größeren Zusammenhängen lebt, wesentlich durch sie beeinflusst oder beherrscht wird und man ihn nicht isoliert bezüglich seiner psychischen Krankheiten betrachten kann, auch wenn diese sich letztlich nur in ihm alleine abspielen.
Diese Zusammenhänge sind ja schon länger bekannt. Vor allem die Sozialwissenschaften, insbesondere die Sozialpsychiatrie und die systemischen Therapien beschäftigen sich damit intensiv. Im Unterschied zu diesen versuche ich hier, die schon bekannten Problematiken unter neuen Aspekten zu sehen und darzustellen.
      Ich darf wiederholen, dass ich glaube, dass sich die oben genannten zweitrangigen Formen und ihre Dynamik nicht nur in allgemeiner Form, sondern auch in der Person selber wiederfinden lassen (und beide natürlich miteinander in Verbindung stehen) - bzw. umgedreht formuliert, dass die personalen zweitrangigen Formen und Gesetze sich analog, wenn auch zum Teil unter anderen Begriffen, in der Umwelt wiederfinden lassen. Sie stellen hier wie dort wesentliche Grundlagen für Krankheiten dar, und genauso, wie man von kranken Menschen sprechen kann, kann man in gewisser Weise ja auch von kranken Gesellschaften oder von kranker Umwelt reden.

Weitere Tabellen bezüglich der allgemeinen Es-Wirkungen

Die folgende Tabelle soll noch einmal zeigen, wie erstrangige Wirklichkeit durch die Es einerseits entweder negiert oder relativiert wird, andererseits aber werden Teile von W¹ als „Partizipanten“ an der Macht der Es beteiligt.

Wirklichkeits-Veränderungen durch Es-Wirkung

wird 0
Negierung
(
„Opferbereich“)

wird wie R
Fehlrelativierungen (
„Störungsbereich“)

wird wie Es
 Partizipierung
(
Partizipanten)

Negierung
Identitätsverlust
Derealisierung
Einheitsverlust
keine Unbedingtheit
Prioritätsverlust
Unabhängigkeitsverlust

Entgeistigung
Devitalisierung
Dequalifizierung
Dekontextualisierung
                Subjektverlust

Vernichtung
Entheiligung
Depersonalisierung
Entindividualisierung
Profanisierung

Relativierung
Verfremdung
Fehlrealisierung
Spaltung
Bedingtwerdung
Lateralisierung
Heteronomisierung

Materialisierung
Funktionalisierung
Fehlqualifizierung
Fehlkontextualisierung
                Objektwerdung

Vereinzelung
Verweltlichung
Verdinglichung
Vermassung
Ideologisierung

~Verabsolutierung
~Identifizierung
~Realisierung
~Vereinheitlichung
~Sicherung
~Erstrangigkeit
~Unabhängigkeit

~+ „Seinswerdung“
~Belebung
~+ Qualifizierung
~+Kontextualisierung
~Subjektwerdung

Totalisierung
Vergöttlichung
Hyper-Personalisierung
Hyper-Individualisierung
Idealisierung


Die nachfolgende Tabelle soll deutlich machen, wie sich der Charakter der zweitrangigen Wirklichkeiten von denen der erstrangigen Wirklichkeit unterscheidet.

 

Erstrangige Wirklichkeit

Charakter zweitrangiger Wirklichkeiten

 

R¹

~Alles bzw. FA


~Nichts

pro

(~absolut)

kontra
(~relativ, fremd*)

1

absolut

relativ

zu absolut

zu relativ inadäquat

beziehungslos

2

selbst (identisch)

anders

überidentisch

fremd

uniform(iert) entselbstet

3

eigentlich

möglich analog

hyperreal

ersatzhaft falsch

derealisiert uneigentlich

4

einheitlich

teilweise (+integriert)

einseitig verschmolzen

gespalten gegenteilig

uneinheitlich, chaotisch

5

unbedingt immer

bedingter manchmal

festgelegt

zu bedingt

unbestimmt nie

6

primär

sekundär

extrem
super

zu sekundär
verrückt

egal

7

unabhängig

angepasst   abhängiger

zu automatisiert

~ un-/abhängig

unselbstständig

8

harmonisch

verschieden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

S

abs. Sein

rel. Sein Irdisches

spiritistisch

verdinglicht  ~materiell

zerstört

L

abs. Leben

rel. Leben vergänglich

überaktiviert

~funktionalisiert

unlebendig, tot

Q

abs. Qualität perfekt

rel. Qualitäten

zu + / zu −

„pathologisch“

unbedeutend

Z

abs. Sub./ Obj. Zshg.

rel. Subj. Obj. Zshg.

~verbunden
zu subjekthaft (~Subjekte)

~getrennt
zu objekthaft (~Objekte)

subjektlos objektlos

 

Alles

einiges

total

vereinzelt

nichts

W

A der Welt

R der Welt

klerikal

säkularistisch

heimatlos weltlos

P

A von P

R von P

personalistisch

fremd-Personales

entpersonalisiert

I

A vom Ich

R vom Ich

Hyper-Ich EGO

fremdes Ich

kein Ich

 

abs. Geist

Materie

ideologisiert

materialisiert

geistlos

 ~ bedeutet: zu sehr, verfremdet.

mögliche Präfixe und Suffixe zweitrangiger Wirklichkeiten

 

~absolut

~relativ, fremd

~negiert, vernichtet

a1

zu

ver-

de-, un-, ent-, mangel-, a-

/

-los

a2

 

fremd-, allo-, hetero-, / uni-

a3

 

ersatz-, falsch-, schein-, pseudo-, neo-, quasi-

a4

nur, mono- in-

zer-, zwie-, kontra-, gegen-, doppel-, multi-, schizo-

a5

 

not-

a6

zu, hyper, zentro, über

ver-, latero-, außen-, ex-, epi-, hypo-,  unter-

a7

auto

hetero-

S

 

 

L

aktio

funktio-

Q

 

patho-, dys-

Z

 

 

toto, multi

iso- solo- einzel-

W

trans

 

P

 

 

I

ego

altro-, hetero

Idee

-istisch

 

Ausrichtung (pro+/ kontra −): ambi-, pro-, kontra-





















Zusammenfassung

Die allgemeinen Es-Wirkungen kann man wie folgt zusammenfassen:
Sie erzeugen neue fremde Wirklichkeiten, die ich zweitrangige Wirklichkeiten nannte.
Diese sind nach dem Alles-oder-Nichts Muster strukturiert: Entweder wird der unterdrückte Wirklichkeits­bereich ganz an das jeweilige Es angepasst oder er wird als konträr bzw. feindlich angesehen und negiert oder liquidiert (nach dem Motto: „Wer nicht für mich als Es ist, ist gegen mich!“).
Bezüglich der Dimensionen bewirken die Es vor allem folgende Änderungen:
Negierung und Relativierung; Uniformierung und Verfremdung; Derealisierung und Verfälschung; Chaotisierung und Spaltung (und Fusionierung); Verunsicherung und Fehlprogrammierung; Entwurzelung und Verrückung; Entselbstständigung und Unterdrückung verschiedenster Wirklichkeiten (WPI).
Bezüglich der Hauptdifferenzierungen bewirken die Es vor allem folgende Änderungen:
Zerstörung und Materialisierung; Tötung und Funktionalisierung; De- und Fehlqualifizierung; Desubjektivierung und Instrumentalisierung; Auflösung oder fehlerhafte Zusammenhänge.
Bezüglich der pr Einheiten:
Vernichtung und Vereinzelung; Verneinung und Profanisierung; Entpersonalisierung und Verdinglichung; Entindividualisierung und Vermassung; Entgeistigung, Entseelung und Somatisierung; Kastrierung und Störung der Liebe.
Dabei sind die genannten Begriffe eher als „Leitworte“ aufzufassen - weitere entsprechende Begriffe kann man dem Text dieser Arbeit oder der Übersichtstabelle entnehmen.

Bildung von fremdem, zweitrangigem Personalen

Einführung

 Wir haben bisher die Bildung der Es und ihre allgemeinen Wirkungen besprochen und wollen nun ausführlicher, weil für unsere Thematik wichtig, die Wirkung der Es auf die Person (P) schildern.

Bezüglich folgender Themen verweise ich auf folgende Abschnitte im allgemeinen Teil, weil für die Person im Wesentlichen das Gleiche gilt:

- Übersicht der Phasen der Es-Bildung.
-  Was passiert allgemein?
- Die Es sind wie Diktatoren.
- Hierarchien in W².
- Hypothesen zum Ausmaß der Veränderungen.
- Ein Es wirkt über seine Aspekte hinaus.
- Alle Es können alle Folgen haben.
- Die Es wirken auf WPI ähnlich.
- Auffällig: das Fremde, Gespaltene, Paradoxe.

Wichtigste Wiederholung in Bezug auf die personale Es-Bildung

Inversionen erzeugen personales fremdes Absolutes = Fremd-Selbst (FS) und Nicht-Selbst (0), bei denen man 7 Dimensionsaspekte (DM-Aspekte) unterscheiden kann. Diese differenzieren sich in IV Hauptaspekte (SLQZ) und 23 Einzelaspekte. Das ganze so dimensionierte und differenzierte Gebilde in der Person nenne ich `personales Es´ (pEs).[22] Typisch für alle Es (wie für das  pEs) ist, dass sie aus zwei oder drei widersprüchlichen „Teilen“ bestehen: als `Dyade´aus Alles- und Nichts und als `Triade´ aus einem Pro-, einem Kontra- und einem 0-Teil.
In diesem Kapitel geht es uns um die Auswirkungen dieser p Es auf die Person.

Übertragung der Es aus anderen Wirklichkeiten

Die pEs können von der Person selber stammen oder auch aus anderen Systemen auf P übertragen werden. Diese Übertragungen laufen über die A-Bereiche. Störungen in der Gesellschaft, wie etwa Spaltungen, können Störungen (etwa Spaltungen) im einzelnen Menschen erzeugen. Die Übertragung der Störung erfolgt aber nicht eins zu eins, d.h. es muss im Individuum nicht dieselbe Störung wie in der Gesellschaft entstehen. Da die Gegensätze dicht beieinanderliegen, entsteht im Individuum häufig auch das Gegenteil!

Parallelen zwischen der Bildung von zweitrangigen Wirklichkeiten (W²) und zweitrangigem Personalem (P²)

   Die Wirkungen der Es auf die Person sind ähnlich wie die Wirkungen der Es auf die Wirklichkeit insgesamt:
Inversionen führen also zunächst zur Bildung von Es, wobei diese, wenn nicht abgewehrt, bestimmte Bereiche einer Person in ihren Dimensionen und Differenzierungen verändert. Genauer: Die Es führen v.a. zu Verlust und Störung der Transzendenz, Identität, Realität, Einheit, Unbedingtheit, Hierarchie und Freiheit des Betroffenen. Weiter führen sie zu Störungen des Seins, Lebens, Qualitäten, der Subjekt-Objektbeziehungen und weiterer Bereiche. Sie bewirken die Bildung von Gegensätzen, Dualismen, Paradoxien und Dilemmata, Spaltungen, Ambivalenzen, Konflikten. Die Es bewirken so insgesamt v.a. Verlust und Störung von erstrangiger Personalität. Ganz wichtig für das Verständnis des Charakters der Es und damit auch für das Verständnis der Entstehung von psychischen Krankheiten ist, dass wir Menschen die teilweise positiven Wirkungen der Es viel positiver als die des +A erleben können.

Wesentliche Unterschiede zwischen der Wirklichkeit und einer Person

  Der wesentlichste Unterschied zwischen der Wirklichkeit allgemein und einer Person (P) ist in unserem Zusammenhang, dass die Person direkten Zugriff auf den Absolutbereich hat. D.h. P hat, wie schon erwähnt, absolute Wahlmöglichkeit. Dagegen hat Nichtpersonales selbst nicht die Möglichkeit, sich für oder gegen eine Inversion zu entscheiden. Eine Person jedoch kann eine Inversion ablehnen oder sich mit ihr identifizieren. Erst die Entscheidung oder Identifizierung für bzw. mit einer entsprechenden Inversion kann eine personale Es-Bildung einleiten. Im Wesentlichen wird dann Etwas zum Personalen und Personales wird nun wie Etwas.

Person-Es-Umkehr

  So wie das Es Teile der Wirklichkeit, wie oben beschrieben, nach seinem Bild verändert, so verändert es auch Teile der Person nach seinem Bilde.
Wir sahen bei der personalen Es-Bildung, wie das Es personenhaft wird. In diesem Kapitel nun werden wir besprechen, wie andersherum das Es der Person seinen Charakter aufzwingt.
Ich nenne diese generelle Veränderung Person-Es-Umkehr. Das Es nimmt also quasipersonalen Charakter an, wird also wie eine Person, während andererseits der Person der Charakter des Es aufgezwungen wird.
Diese Veränderungen erstrecken sich über alle Dimensionen und Differenzierungen.
Das Es erzeugt so neue, fremde (nf) Einheiten, Dimensionen und Differenzierungen in der Person, d.h. Es macht nf dimensioniertes und differenziertes Personales, das dem Charakter des betreffenden Es ähnlich ist. Diese veränderten personalen Bereiche nenne ich im Folgenden zweitrangiges Personales = P². P² bedeutet aber auch, dass nur einige Bereiche der Person verändert werden und andere nicht. Immer bestehen neben veränderten gestörten personalen Bereichen auch „gesunde” Anteile, was für die Therapie sehr wichtig ist.
Die Es machen jedoch Grund- bzw. Basisstörungen für die Person, denn das Es hat ja für den Betreffenden absolute und keine relative Bedeutung mehr.

Übersichten

Insgesamt: Es bildet in seinem Machtbereich P² und vernichtet P¹.
Genauer:
1. Es etabliert sich in P
a) Es bildet mit P-Anteilen eigene Relativbereiche (R²).
b) Es ersetzt P und tauscht mit P die Rollen.
2. Es unterdrückt, opfert und verändert P-Anteile:
    Es ent- und fehldimensioniert und ent- und fehldifferenziert P-Anteile.

Folge: In P entstehen drei von einem Es dominierte Bereiche
• ein partizipierender Bereich
• ein fremder, konträrer Bereich
• ein geopferter, negierter Bereich.

D.h. Es lässt einiges Personales an seiner Macht teilhaben (Partizipanten), es bekämpft und verfremdet andere personale Bereiche und es macht viele P-Anteile zu 0, macht sie zunichte, opfert sie, zerstört sie.[23]
Es wirkt so vor allem nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Es wirkt nach dem Motto: Wer nicht für mich ist (Partizipanten), ist gegen mich und wird bekämpft (Gegner) und alles andere wird negiert (0- oder Opferbereich). Es macht sich zum Diktator, ordnet die Person unter, negiert und verändert sie und spaltet sie in Partizipanten, Gegner und Opfer. Das etablierte personale Es und die unterdrückten personalen Bereiche bilden insgesamt das zweitrangige Personale (P²).

Übersicht der Wirkungen der Es auf alle personalen Aspekte

(Auszug aus der Übersichtstabelle )

                Es-Merkmale
(z.T. auch Merkmale der personalen Co-Formen)
[Einteilung nach a1 d.h.
1. Zeile: absolutistische
2. Zeile: relativistische
3. Zeile: nihilistische Formen]

                 Person, Ich wird vom Es:

[1.Zeile = zu 0 (vernichtet)
 2. zu verkehrt
3. zu total (pro/kontra)

                               personale Veränderungen
↓=Verlust ,
→ =Folge des Verlustes.
Ersatz durch:~ =Verkehrtes, Fremdes
↑ = Hyperform (totalisiert, exzessiv, extrem, ausschließlich)

7 DIMENSIONSASPEKTE:



 a1 absolutistisch
relativistisch
nihilistisch

a1 negiert unerlöst
 relativiert
~verabsolutiert

a1 ↓Absolutheit Bezogenheit  Unerlöst- Negiertsein / ~Inadäquatheit
↑ „Hyperabsolutheit“ (Hyperrelativität)

a2 überidentifizierend verfremdend
uniformistisch

a2 uniformiert
verfremdet
überidentifiziert

a2 ↓Identität, Selbst u. Anderssein Uniformität / ~Verfremdung Fremd-Selbst
↑Überidentisches

a3 hyperrealistisch positivistisch
lügnerisch, falsch
unrealistisch

a3 derealisiert
verfälscht
überrealisiert

 a3 ↓Wirklichkeit u. Wahrheit Unwirklichkeit, Unwahrheit
~ Ersatz, Falsches
↑ Hyperreales

a4 einseitig, monistisch
ausgrenzend, dualistisch
atomistisch

a4 chaotisiert
gespaltet
fusioniert

a4 ↓Einheit u. Vielfalt Uneinheitlichkeit, Chaos, Entgrenzung/ ~ Gespaltenes
↑Einseitiges
                Σgespaltenes Einseitiges

a5 fixierend deterministisch

unzuverlässig libertinistisch

a5 verunsichert
fehlprogrammiert
determiniert fixiert

 a5 ↓Sicherheit u. FreiheitUnsicherheit, Unbestimmtes
~falsche Sicherheit und falsche Freiheit
↑Fixiertheit, Überdeterminiertes

a6 fundamentalistisch radikal
extremistisch
egalistisch

a6 entwurzelt nivelliert
verrückt, extremisiert
radikalisiert

 a6 ↓ Primäres u. SekundäresEntwurzelung Egales/ ~Verrücktes, Extremes, Fehl-, Multizentriertes
 ↑Radikales/ Extremes Letztes

a7 automatistisch
autokratisch tyrannisch
servil

a7 entselbstständigt
beherrscht
automatisiert

 a7 ↓Autonomie →Unselbstständigkeit Ungeborgenheit
Fremdbestimmtsein, Heteronomie
Scheinunabhängigkeit, Selbstläufer

DIFFERENZIERUNG.



HAUPTASPEKTE:



I materialistisch idealistisch

zerstörerisch vernichtend

 I zerstört
 f.materialisiert verformt
ideologisiert

 I ↓ Sein´ →Nichtsein, Zerstörtsein
~ gestörtes (mfh) Sein
↑ „Hyper-Sein“

 II vitalistisch
funktionalistisch, maschinistisch
tödlich

 II getötet
funktionalisiert
hyperbelebt

II ↓ Leben, Funktionieren →Leblosigkeit Tod
~ Fremdleben        
↑„Hyperleben“, nur Funktionalität
                ∑gestörtes (mfh) Leben Maschinen-Dasein

III negativistisch
böse
 perfektionistisch

III disqualifiziert
fehlqualifiziert gestört
idealisiert, verflucht

III ↓ Qualitäten →Eigenschaftlosigkeit
~ Ersatz-, Fehl-, Fremd-Qualitäten v.a.
↑ „Hyperqualitäten, z.B. total +/− oder 0

IV subjektivistisch objektivistisch
instrumentalisierend-

IV desubjektiviert
 instrumentalisiert
 ent- /fehlverbunden

IV ↓Subj. Objekt Zshg →Subjekt-, Objekt-, Zshg.-losigkeit
~ Ersatz-Subjekte/-Objekte Störg: Aktiv und Passiv
↑Hypersubjekte, -objekte; Hyperverbindungen,-entkoppelungen

EINZELASPEKTE.



EINHEITEN:



1 totalitär
reduktionistisch
nihilistisch

1 negiert
vereinzelt
totalisiert

1 ↓ Alles, Einzelnes, Nichts → Negiertsein, Vernichtetsein
~ Vereinzeltes, fremdes, verkehrtes Alles, Einzelnes und Nichts
↑Hyper-Alles, Totales/ totales Nichts

2 spiritistisch, hybrid
abergläubisch
atheistisch

2 profaniert
 verteufelt
vergötzt

2 ↓ +A¹ Gott Liebe Sinn →Gott-,Lieb-, Sinnlosigkeit
~ falsche Vorstellungen von Gott und der
 ↑ Götze / Dämon, „Hyper-Welt“

3 hybrid

unmenschlich,

3 entpersonalisiert
f.personalisiert
hyperpersonalisiert

3 ↓Personalität →keine Personalität
 ~ Ersatz-Person, Homunkulus, Roboter, P als Ding
↑ „Hyper-Personales“, „Hyper-Dingliches“

4 selbstherrlich, egoistisch

devot servil

4 entindividualisiert
fehlindividualisiert hyperindividualisiert

4 ↓ Ich, Individualität/ Gemeinschaft Ichverlust „Duverlust“
~ Fremd-Ich
EGO (Super-Ich)

5 GSK-feindlich/ idealisierend
GSK verfremdend
GSK totalisierend, vereinzelnd

5 entgeistigt, entseelt somatisiert, f.beseelt ideologisiert

5 ↓ Geist, Seele, Körper (GSK) → GSK-losigkeit
~ fremder Geist, Seele, Körper
↑Hyperformen

sexistisch

lieblos

6 kastriert
verweiblicht, -männl.
 versext

6 ↓ Sex, Liebe, Geschlecht → 0 Sex 0 Liebe
~ Sex, Liebe, Geschlecht z.B. Ersatzsex, -liebe
↑Hyperformen: z.B. Sexsucht, symbiot. Liebe

weitere EINZELASPEKTE



7 hedonistisch
bedrohend
kalt, herzlos

7 unbefriedigt
betäubt, geängstigt
berauscht gedopt

7 ↓Zustände Gefühle → Unempfindlichkeit Leid
~
Ersatzzustände, -gefühle, Ersatz-, verkehrtes Leid, -Ängste
↑Hyperformen wie Trip±, Hyperemotionalität

8 willkürlich
böswillig
unwillig

8 demotiviert
fehlmotiviert
hypermotiviert

8 ↓Wille Freiwilligkeit Ziel → Willenlosigkeit
~ Fehlstrebigkeit, Fremdwille,
Sucht
↑Hyperformen z.B. Hyperbulie, auch Sucht

9 habsüchtig
 merkantil
asketisch

9 ausgebeutet
verwöhnt
übersättigt

9 ↓ Besitz, Leichtigkeit →Mangel, Defekte
~ Falsches besitzen

↑Hyperformen: Überbelastetsein z.B. Hyperphagie

10 übermächtig

pazifistisch

10 geschwächt, überfordert
dressiert
hyper-, fehlpotenziert

10 ↓ Möglichkeit, Kraft → Ohnmacht Schwäche
~ Fehlfkonditioniertheit, Falsches können

↑Hyperformen z.B. „Omnipotenz“

11 dogmatisch
 z.B. bürokratisch, technokratisch
unordentlich, gesetzlos

11 entordnet aufgelöst
durcheinandergebracht
gezwungen genötigt

11 ↓ Ordnung Gesetz → Unordnung, Chaos
~ falsche Ordnungen, Gesetze, Notwendigkeiten
↑Hyperformen z.B. Determiniertheit, Fixiertsein

12 moralistisch
skrupelhaft?
gewissenlos, verantwortungslos

12 desorientiert
reglementiert, manipuliert
verführt

12 ↓ Orientierung → Orientierungslosigkeit
~ Fehlorientiertsein
↑Hyperformen: Moralismus, Skrupulanz

13 maßlos, hemmungslos

engherzig intolerant

13 gehemmt
 f.reguliert f.kontrolliert
unkontrolliert

13 ↓ Rechte, Kontrolle → K.-Verlust, Gehemmt- Eingeengtsein
~ Ersatz-Freiheit/-Kontrolle
↑Hyperformen: Hyperfreiheit, Hyperkontrolle

14 überproduktiv, wuchernd
f.schöpferisch
 unfruchtbar

14 sterilisiert
f.erzeugt
überwuchert

14 ↓ Kreativität →Kreativitätsmangel z.B. Stereotypien, Klischee
~ falsche Kreationen, Gespenster
↑Hyperformen: „Wucherungen“, Überproduktionen

15 hyperaktiv
destruktiv, brutal
faul, träge

15 gelähmt, inaktiviert
f.behandelt
überaktiviert

15 ↓Erfolg Erlebnis →Inaktivität
~ falsches Tun, Ersatzverhalten, Getue

↑Hyperformen z.B. Hyperaktivität, Hyperkinesen

16 rationalistisch, szientistisch
lügnerisch
unberechenbar

16 nicht informiert
fehlinformiert, belogen
verbildet

16 ↓Information Gewissheit →Blindsein, Unwissenheit
~ Fehlsichtigkeit, Fehlinformiertheit
↑Hyperformen: z.B. isoliertes Wissen, einseitig Informiertsein

17 exhibitionistisch
doppelgesichtig doppelzüngig
unoffen, hinterhältig, getarnt

17 verdrängt, maskiert
getäuscht
entblößt

17 ↓ Ausdruck Offenheit → Stummheit Unoffenheit
~ falsche Ausdrucksformen,
Zerrbilder, Feindbilder
↑Hyperformen z.B. Hypermimie

18 überheblich
zynisch
ehrlos, devot

18 nicht beachtet
fehlbewertet, verachtet
überbewertet

18 ↓ Bedeutung, Werte → Bedeutungs-, Wertverlust. ~ Selbstwertgestörtheit
↑Hyperformen: z.B. Überwertigkeitsempfinden, -wahn

19 reaktionär
V. verfälschend
V. verleugnend

19 infantilisiert
fehlgeprägt
konventionalisiert

19 ↓Vergangenheit → Erfahrungslosigkeit, Unreife
~ falsche Erinnerungen, Fehlvergangenes
↑Hyperformen z.B. Hypermnesie

20 ungeduldig
unfriedvoll
müßig, lethargisch

20 vertröstet
f. beruhigt
getrieben, gehetzt

20 ↓ Zeit, Ruhe → Zeitverlust, Ruheverlust
~ f. Umgang/ Empfinden bzgl. Zeit und Gegenwart, Unfrieden
↑Hyperformen Getrieben- Gehetztheit

21 utopistisch
apokalyptisch
planlos, ziellos

21 unvorbereitet
fehlvorbereitet
„utopisiert"

21 ↓ Perspektive → Hoffnungslosigkeit
~ Zukunftsängstlichkeit
↑Hyperformen: Utopie

22 gnadenlos inquisitorisch
ungerecht
reuelos

22 unkorrigiert
fehlkorrigiert
verurteilt, überkorrigiert

22 ↓Korrektur, Kompensation → Korrektur-Kompens.verlust ↑Schuld
↑Hyperformen: Überkorrigiertes

23 aggressiv, sadistisch
f. schützend
pazifistisch, masochistisch

23 ungeschützt
traumatisiert, bedroht
gepanzert

23 ↓Schutz, Frieden
→ Schutzlosigkeit, Vulnerabilität
~ Abwehrmechanismen²
↑Hyperformen: Panzerung

Hinweis: Die gekreuzten Pfeile oder das Symbol: Ä bedeutet Umkehrung der Vor- und Nachteile.

Wirkungen der Es auf P bezüglich der drei unterdrückten Bereiche (Tabelle)

Die Hauptwirkungen der Es auf die Personen sind im Prinzip die gleichen wie auf die allgemeine Wirklichkeit. Ich habe deshalb die Hauptwirkungen noch einmal tabellarisch, hier auf die Person bezogen aufgeführt.
(PS Die Partizipanten haben außerdem noch die Eigenschaften des jeweiligen Es selbst).
Die wichtigsten Es-Wirkungen bezüglich seelischer Krankheiten sind schon aus dieser Tabelle abzulesen. Sie werden später genauer behandelt.
Noch eine Feststellung vorweg: Jedes Es kann jedes P² machen, wenn auch mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit.

 

Opferbereich (0-Bereich)

Gegner, Umkehrungen

Co-Formen, Partizipanten

a1
a2
a3
a4
a5
a6
a7

negiert
uniformiert
derealisiert
chaotisiert, aufgelöst
verunsichert
entwurzelt, nivelliert
entselbstständigt

relativiert
verfremdet
verfälscht
(in Gegensätze) gespaltet
fehlprogrammiert
verrückt
beherrscht, unterdrückt

hyperabsolutiert
überidentifiziert
hyperrealisiert
fusioniert vereinnahmt
determiniert, fixiert
extremisiert
automatisiert

S
L
Q
Z

zerstört
getötet
dequalifiziert
desubjektiviert
dekontextualisiert

materialisiert
funktionalisiert
fehl-, gegenqualifiziert
instrumentalisiert (z. Objekt gemacht)
fehlkontextualisiert

ideologisiert
hypervitalisiert
hyperqualifiziert
hypersubjektiviert
hyperkontextualisiert

E1
2
3
4
5
6

vernichtet
verneint
entpersonalisiert
entindividualisiert
entgeistigt, entseelt
kastriert

vereinzelt
profaniert
verdinglicht
vermasst
somatisiert
vermännlicht, -weiblicht, -sächlicht

totalisiert
vergötzt, verteufelt
hyperpersonalisiert
hyperindividualisiert
ideologisiert
sexualisiert

 


Übersicht: Von der Inversion bis zu P²


 

Die Unterdrückung bzw. Opferung ist in den beiden letztgenannten Bereichen am größten. (Deshalb in der PDF-Version fett gedruckt). Obwohl der Partizipanten-Bereich eher aktiv mitmacht, muss auch er seinen Preis bezahlen. Das FA/Es wird zuletzt geopfert.

Alle Anteile von P² (Übersicht)

  Von den Bereichen her besteht P² aus dem sie beherrschenden Es bzw. Fremd-Selbst im Absolutbereich und dessen relativen Herrschaftsbereich.

   Wie erwähnt, ist das Fremd-Selbst aus primärer Sicht nur scheinbar absolut, aber es wird von dem Betreffenden absolut erlebt.
Vom Rang her  ist P² zweitrangig .
Von der Richtung der Wirkung der Es her entstehen drei P²-Anteile:
1. Pro- oder + Anteil (Hyperformen → Partizipanten, Funktionäre)
2. Kontra- oder Störungs- Anteil
3. Opferanteile.
Sonst existieren (noch) freie erstrangige Anteile = Rest-P¹.

Die entstandene Fremd-Person (P²) ist also prinzipiell in sich gespalten: sie ist einerseits Es, andererseits v.a. dessen Opfer; sie ist einerseits ihr eigener und fremder Herr und andererseits ihr eigener Sklave; sie ist einerseits ihr eigener Gott/ Götze und andererseits ihr eigener Teufel/ Feind; sie ist einerseits personal gewordenes „Ding” und andererseits Ding gewordene Person; sie ist einerseits fremdes Subjekt und andererseits fremdes Objekt geworden.


Die hier vorgestellte Einteilung des zweitrangigen Personalen ist willkürlich. Sie zeigt nur den jeweils vorherrschenden Charakter de entsprechenden Bereiche. Sicher fungiert der Es-Kern in seiner Rolle als zweites Subjekt überwiegend als Täter und in seinem Machtbereich gibt es die meisten geschädigten und geopferten Anteile, doch müssen wir diese Sicht relativieren:
1. Das pEs insgesamt und selbst sein Kern fungiert weder als alleiniger Täter noch als reines zweitrangiges Subjekt. Wenn das Es positiv bewertet ist, kann es der Person auch viel geben, auch wenn es nur Ersatz ist. Das pEs ist zwar vor allem Subjekt², gleichzeitig aber auch sein eigenes Objekt - es ist mit sich selbst nicht eins und so sehr es sich auch verabsolutiert hat, so trägt es doch den Kern des eigenen Untergangs in sich und hat eine selbstzerstörerische Komponente. (Es ist eine philosophische Frage, ob diese das Es selbst schädigende Kraft von ihm selber oder aus der erstrangigen Wirklichkeit stammt).
2. Auch der sog. Opfer-Bereich besteht nicht nur aus geopferten, geschädigten oder negierten personalen Anteilen, sondern manches, was als Opfer erscheint und auch zum Teil ist, entpuppt sich bei näherem Hinsehen durchaus auch mit einem großen Täteranteil, wie man das ja auch aus dem Leben kennt. Dort ist manches „Opfer“ aggressiver und destruktiver als mancher tatsächliche oder scheinbare Täter.
Der Partizipantenbereich des Es besteht überwiegend aus Anteilen, die sich dem Es-Kern überangepasst haben, von ihm zwar auch unterdrückt und ausgebeutet werden, gleichzeitig aber auch von seinen Gewinnen partizipieren und nach unten das Es in seinem Machtanspruch vertreten und die übrigen Anteile (das übrige Volk) auch schädigen, ausbeuten und unterdrücken. Diese Anteile fungieren sowohl als zweite Subjekte als auch als zweite Objekte, weshalb man sie auch Sobjekte nennen könnte.
Auch: Der Es-Kern (FS) erscheint sehr stabil - kippt aber schnell ins Gegenteil um oder geht auch schnell, v.a. wenn es zu seinem Vorteil ist, in eine Opferrolle.

Bildung von 3 personalen Bereichen

Übersicht

               

Entsprechend dem  „Gesetz der Entstehung der Gegenteile“, so entstehen auch in P, wie in W allgemein, drei Anteile, die sich gegensätzlich gegenüberstehen.

Es als:

Hauptwirkung

P wird durch Es:

Pro-FA (FA)
(absolutistisch)

Partizipierung
Hyperverabsolutierung

hyper-, zu gleich (Partizipant)

Kontra-FA (FR*)
(relativistisch)

Verfremdung Umkehrung

kontra- (zu gegensätzlich), zu fremd, umgekehrt(Gegner, Fremder)

0
(nihilistisch)

Negierung

0, negiert, geopfert (Opfer)

Die Tabelle soll zeigen, dass das Es P nur wenig an seiner Macht partizipieren lässt, sondern die meisten untergeordneten P-Bereiche bekämpft, negiert oder opfert. Ich habe die Zellenbegrenzungen in der PDF-Dateiunterbrochen dargestellt, weil die angegebenen Es-Teile bzw. ihre Wirkungen übergreifend sind. (Wird z.T. nicht so ausgedruckt).

Unterscheide also zusammenfassend:

P wird durch seine Es zu absolut
P wird zu relativ, zu fremd, zu umgekehrt, zu verkehrt etc.
- P wird vor allem zu nichtig.
    D.h. Das neue quasi-absolute Zentrum (das pEs) expandiert und bildet einen Machtbereich, der besteht aus:
  - einem Bereich, der von ihm zwar auch unterdrückt wird, ihm aber ergeben ist und seinerseits anderes Personale ebenfalls unterdrückt und ausbeutet. (Mitmacher-, Partizipanten-, Funtkionär-Anteile),
einem Bereich, der vor allem umgekehrt, verfremdeter oder gar feindlich wird und
einem direkt geschädigten, ausgebeuteten…(Opfer…)-Bereich.
Als je zweitrangige Einheiten sind P² und W² gleich aufgebaut. (Zu deren Unterschiedlichkeit s.a.a.O.)

Partizipierung, Hyperverabsolutierung